In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich SV Pichler Automobile Steyregg im Heimspiel gegen TSU SCRIMO Wartberg / A. mit 3:1 durchgesetzt. Nach einer 2:0-Pausenführung wurde es mit dem Anschlusstreffer der Gäste noch einmal enger, ehe das 3:1 den Ausschlag gab. Trainer Thomas Steindl machte nach dem Schlusspfiff genau diesen Moment zum entscheidenden Punkt des Nachmittags.

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Ganz rund lief es bei den Gastgebern zu Beginn noch nicht. Steindl schilderte offen, dass seine Mannschaft erst einmal ihren Rhythmus finden musste. „In den ersten Minuten hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Dann sind wir aber besser hineingekommen, hatten gute Ballstafetten und haben uns Chancen herausgespielt“, sagte der Trainer. Mit dieser besseren Phase fiel in der 19. Minute auch die Führung, als Florian Krennmayr zum 1:0 traf. Steindl sprach davon, dass dem Treffer ein zu Recht gegebener Elfmeter vorausging. Steyregg blieb danach das aktivere Team und legte in der 32. Minute nach, als Felix Frühwirth auf 2:0 stellte. Gerade diese Phase gefiel dem Trainer, weil seine Mannschaft den Ball gut laufen ließ und über weite Strecken die Kontrolle hatte. Ganz zufrieden war er mit dem Auftritt vor der Pause trotzdem nicht, denn nach dem zweiten Treffer riss der Faden wieder etwas. „Danach haben wir die Spannung verloren, hatten viele Ballverluste im eigenen Aufbauspiel. Das war nicht gut“, sagte Steindl.
Mit dem 2:0 zur Pause war das Spiel noch nicht entschieden, und genau das merkte man nach Wiederbeginn auch. Steyregg hatte sich laut Steindl vorgenommen, mit mehr Spannung aus der Kabine zu kommen. Die erste Möglichkeit, die Partie früh ganz auf die eigene Seite zu ziehen, war da, blieb aber ungenutzt. „Wir haben uns vorgenommen, mit mehr Spannung und mehr Gas hineinzukommen. Gleich danach hatten wir eine Riesenchance auf das 3:0, haben sie aber nicht genutzt“, erklärte der Trainer. So blieb Wartberg im Spiel und verkürzte in der 64. Minute durch Alexander Lindmeir auf 2:1. Steindl ordnete den Treffer als Folge einer nicht sauber verteidigten Standardsituation ein. Dazu passte auch seine Einschätzung über den Gegner: Wartberg habe im 4-2-3-1 gespielt, nie aufgegeben und immer weitergekämpft. Die Antwort der Hausherren kam aber rechtzeitig. In der 70. Minute stellte Jonas Krennmayr auf 3:1, und genau dieser Treffer war für Steindl der Knackpunkt. „Ganz wichtig war das 3:1. Damit haben wir nach dem 2:1 wieder den Zwei-Tore-Vorsprung hergestellt, und danach war von Wartberg keine richtige Rückkehr mehr da“, sagte er.
Unterm Strich sah der Steyregger Trainer seine Mannschaft als verdienten Sieger, auch wenn er einige Dinge klar ansprach. Vor allem mit Ball habe sein Team in vielen Phasen das bessere Spiel gezeigt. „Ich glaube, wir haben besser kombiniert, den Ball besser behauptet, uns die besseren Chancen herausgearbeitet und sie auch besser genutzt“, sagte Steindl. Besonders in der ersten Hälfte gefiel ihm, dass seine Mannschaft die Seiten gut wechselte und über die Außen zu Möglichkeiten kam. Gleichzeitig machte er aber keinen Hehl daraus, dass in diesem Spiel auch mehr möglich gewesen wäre. Er sprach davon, dass Steyregg einige Situationen im letzten Drittel besser ausspielen hätte können und das Spiel früher hätte zumachen müssen. Dazu kam, dass Wartberg mit seinen Abschlüssen ebenfalls gefährlich blieb, auch wenn die Gäste daraus zu wenig machten. „Luft nach oben ist definitiv noch da. Wir müssen mit einer Führung überzeugender spielen, uns dort mehr Sicherheit holen und die Intensität nicht nachlassen“, sagte Steindl. So bleibt ein Heimsieg, der verdient war, aber auch ein klarer Hinweis darauf, woran Steyregg in den kommenden Spielen weiter arbeiten will.