In der 1. Klasse Nord-Ost hat der SV Pichler Automobile Steyregg am Samstagnachmittag gegen die SPG Katsdorf trotz eigener Möglichkeiten mit 2:3 verloren. Trainer Thomas Steindl sah eine Partie mit Chancen auf beiden Seiten, in der der Aufsteiger nach dem 1:2 zur Pause noch einmal zurückkam, sich für den Aufwand am Ende aber nicht belohnte.

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Steindl schilderte eine Anfangsphase, in der seine Mannschaft ein paar Minuten gebraucht habe, um richtig ins Spiel zu kommen. „Wir waren noch nicht voll da“, sagte der Trainer, auch wenn seine Elf die Partie trotzdem früh in die richtige Richtung lenken konnte. Nach einer Halbchance des Bezirksliga-Absteigers zu Beginn hatte Steyregg laut Steindl selbst nach rund acht, neun Minuten eine sehr gute Möglichkeit auf der anderen Seite. In Minute 13 fiel dann auch die Führung, als Michael Puchner das 1:0 erzielte. Ruhe brachte dieses Tor aber nicht dauerhaft ins Spiel. Der Trainer sprach danach von einer offenen Partie, in der es zwar nicht laufend hochkarätige Chancen gegeben habe, auf beiden Seiten aber immer wieder Gefahr entstand. Kurz vor der Pause kippte die Begegnung dann innerhalb weniger Minuten. Nach einer Kontersituation und einer Flanke unterlief den Gastgebern in Minute 39 das Eigentor von Alexander Schuhbauer zum 1:1. Nur wenig später bekam Katsdorf nach einer Handsituation einen Freistoß zugesprochen, den Tobias Strasser in Minute 42 direkt zum 1:2 verwandelte. „Das war wirklich ein sensationeller Freistoßtreffer. Hut ab“, sagte Steindl, der den Rückstand zur Pause dennoch als ärgerlich empfand.
Für die zweite Hälfte hatte sich Steyregg nach Aussage des Trainers viel vorgenommen, und das war im Spielverlauf auch zu sehen. Die Gastgeber kamen besser in ihr System, fanden mehr Lösungen und arbeiteten sich wieder heran. In Minute 55 gelang Florian Krennmayr per Elfmeter das 2:2, und damit war die Partie wieder völlig offen. Steindl hatte in dieser Phase sogar das Gefühl, dass die besseren Möglichkeiten bei seiner Mannschaft lagen. „Vor allem in der zweiten Hälfte haben wir sehr gut nach unserem System gespielt, haben es geschafft, über die Halbräume und dann auch über die Seiten zu spielen“, erklärte er. Immer wieder sei Steyregg gefährlich in den Strafraum gekommen, ohne diese Situationen konsequent genug abzuschließen. Katsdorf nutzte dagegen die nächste Gelegenheit zur neuerlichen Führung. In Minute 63 traf Oliver Lanzinger zum 2:3, nachdem sich die Gäste über die rechte Seite durchgespielt hatten und der Ball in die Mitte kam. In der Schlussphase blieb Steyregg zwar im Spiel und erarbeitete sich laut Trainer noch einige gute Chancen, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Dazu kam, dass die Partie am Ende noch durch drei Platzverweise unterbrochen wurde: Zunächst sah Sanel Skrgic auf Seiten der Gäste in Minute 77 nach Tätlichkeit Rot, wenig später musste Florian Krennmayr in Minute 78. und auch Fabian Lehermayr in Minute 83 vom Feld.
Bei der Frage nach dem Knackpunkt blieb Steindl auf den ersten Blick fast trocken, inhaltlich war seine Erklärung aber eindeutig. „Es waren auf beiden Seiten genug Chancen da. Ich finde sogar, dass wir mehr Chancen hatten und auch qualitativ hochwertige Chancen hatten“, meinte der Trainer. Er sah bei Katsdorf vor allem gute lange Bälle und gefährliche Angriffe über die Seiten, hielt aber fest, dass seine Mannschaft ebenfalls Wege nach vorne gefunden habe. Steyregg habe viel über Kurzpassspiel lösen wollen, sei aber auch mit langen Bällen und über Konter in gute Räume gekommen. Mehrfach seien die Gastgeber über die Seiten in den Sechzehner eingedrungen, nur habe dann die letzte Konsequenz gefehlt. „Von der Chancenverwertung her hatten wir etwas weniger Glück und auch ein bisschen die fehlende Kaltschnäuzigkeit“, sagte Steindl. Genau darin lag aus seiner Sicht letztlich der Unterschied an diesem Nachmittag.
Neben der fehlenden Effizienz hob Steindl aber auch Punkte hervor, die ihm bei seiner Mannschaft besser gefallen hatten als zuletzt. Er sprach ausdrücklich von einer Reaktion auf die Vorwoche. „Wir waren besser da, wir waren aggressiver im Zweikampf, wir waren gut im Zweikampf“, sagte der Trainer. Auch defensiv sei der SV Steyregg phasenweise wach gewesen und habe gute Ballgewinne gehabt. Für Steyregg zählt nun vor allem, den Blick rasch nach vorne zu richten. Nach der zweiten Niederlage in Serie wartet das Derby gegen Luftenberg, und da formulierte Steindl sein Ziel ohne Umschweife: „Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen und mit diesem Match noch eine Serie für die letzten drei Spiele starten.“