Die SPG St. Roman/Esternberg verzeichnet nach dem Abstieg aus der Bezirksliga die nächste herausfordernde Saison – nun in der 1. Klasse Nord-West. Zur Winterpause liegt das Team mit 11 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trainer Rene Zehentmayer, der die Mannschaft Ende September übernommen hat, konnte in seiner bisherigen Amtszeit noch 6 Punkte einfahren und zuletzt stabilere Leistungen erkennen lassen.
Zehentmayer betont, dass seine Ausgangslage keine einfache war. „Ich bin erst Ende September zur Spielgemeinschaft gekommen, also kann ich über den schlechten Saisonstart wenig sagen.“ Nach der Übernahme habe es naturgemäß etwas Zeit gebraucht. „Ein neuer Trainer, neue Ideen – das funktioniert nicht von heute auf morgen. Aber so ein Wechsel bringt natürlich auch meist einen kleinen Ruck durch die Mannschaft.“
Der neue Coach freut sich über klare Fortschritte. „Wir hatten ein paar Unentschieden, darunter Spiele, in denen wir mehrfach in Führung waren und trotzdem noch Punkte liegen gelassen haben. Aber insgesamt haben wir uns schon merklich stabilisiert.“ Vor allem der Saisonabschluss stimmt ihn vorsichtig optimistisch: „Mit dem Ausklang der Herbstsaison bin ich nicht unzufrieden. Die Leistungen waren konstant.“
An der Zielsetzung gibt es für den Trainer keine Zweifel. „Der Klassenerhalt ist unser einziges Ziel. Es wird eine riesige Aufgabe, aber genau daran arbeiten wir.“ Die Tabelle lasse noch Spielraum. „Es ist alles sehr eng. Wenn es gut läuft, bist du schnell wieder im gesicherten Bereich – genauso schnell kann es aber auch in die andere Richtung gehen.“ Zehentmayer weiß, dass die Konkurrenz nicht schläft. „Man hört, dass sich einige direkte Konkurrenten verstärken oder Trainer gewechselt haben. Das macht die Aufgabe sicher nicht leichter.“ Umso wichtiger sei der interne Fokus. „Im Abstiegskampf gibt es nichts anderes als kämpfen – um jeden Punkt.“
Ein wesentlicher Schritt zur Stabilisierung war eine leichte Anpassung im System. „Natürlich haben wir taktisch nach meiner Übernahme etwas verändert, um mehr Sicherheit reinzubekommen.“ Zusätzlich habe sich die personelle Situation gegen Ende der Hinrunde etwas entspannt. „Es sind wieder Spieler zurückgekommen. Bei einer Spielgemeinschaft ist auch klar, dass man von der ersten Mannschaft und deren Kadersituation abhängig ist. Das war am Ende wieder besser.“
Dennoch bleibt der Kader dünn. „Wir haben einen Ausfall für das Frühjahr, weil ein Spieler auf Auslandssemester ist. In unserer Situation tut das weh.“ Auf der Zugangsseite ist mit Josef Zapletal vom SV Gastern bereits ein Neuzugang fix, weitere Veränderungen sind möglich. „Es wird sich am Transfermarkt vermutlich noch etwas tun, aber solange nichts fix ist, möchte ich dazu nichts Konkretes sagen.“
Die Wintervorbereitung ist bereits gestartet. „Wir hatten diese Woche Trainingsauftakt, die Mannschaft hat gut gearbeitet.“ Im Februar steht zudem ein Trainingslager in Ungarn auf dem Programm. „Das wird wichtig, um weiter an den Abläufen zu feilen und körperlich noch einmal zuzulegen.“ Trotz der schwierigen Ausgangslage blickt Rene Zehentmayer vorsichtig optimistisch nach vorne. „Es ist keine leichte Aufgabe, aber ich bin überzeugt, dass der Klassenerhalt machbar ist – wenn wir weiter so arbeiten und als Mannschaft geschlossen auftreten.“