Enttäuschung und klare Worte nach dem Duell in St. Agatha: Für Union Josko Kopfing und Trainer Firzet Hadžić überwog nach dem Abpfiff die Erkenntnis, dass seine Mannschaft trotz guter Phasen leer ausging und sich selbst im Weg stand. Hadžić sprach von kontrollierten Spielanteilen, einem unglücklichen Gegentreffer und verpassten Großchancen – und machte zugleich deutlich, dass der Fokus nun auf dem Kampf gegen das Abrutschen nach unten liegt. In der 1. Klasse Nord-West trat sein Team auswärts beim UFC St. Agatha an; Hadžić haderte mit der Effizienz und mahnte vor dem Heimtermin gegen Union Raab zur sofortigen Reaktion.

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Hadžić skizzierte einen klaren Plan: hoch anlaufen, früh stören, St. Agatha zu langen Bällen zwingen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert.“ Bis kurz vor der Pause ging die Rechnung auf, dann kippte die Partie aus seiner Sicht: Nach einem harmlosen Eckball passierte das Malheur – Innenverteidiger David Grünberger beförderte den Ball per Kopf ins eigene Tor. „Er hat ins eigene Tor geköpft.“ So ging Kopfing mit 0:1 in die Pause, obwohl die Gäste zuvor viel vom Spiel hatten.
Nach der Halbzeit stellte Hadžić von 4-2-3-1 auf 4-4-2 um – mit Wirkung: Seine Elf erspielte sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Ein Freistoß klatschte an die Querlatte, sein Kapitän ließ zwei Hundertprozentige aus, und schon kurz nach dem Rückstand hatte Bastian Eichinger eine große Ausgleichschance. Dennoch blieb der Ertrag aus. „Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Aus Hadžićs Sicht wäre ein Zähler verdient gewesen: „Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient.“ Einzelne Spieler wollte er trotz allem nicht hervorheben: „Ich will keinen Spieler hervorheben, weil wir insgesamt keine gute Leistung gebracht haben.“
Die Personallage beschreibt der Trainer als angespannt: Es fehlen Martin Feldbauer, und Stürmer Huso Tahric. Ausreden sucht er dennoch nicht. „Ich sage immer: Wir spielen trotzdem elf gegen elf.“ Gleichzeitig ordnet er die Kräfteverhältnisse realistisch ein und betont das Ziel Klassenerhalt. „Wichtig ist, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir müssen Geduld haben und versuchen, unsere Punkte nächste Woche zu machen, damit wieder etwas Ruhe einkehrt.“ Vor dem Heimspiel gegen Union Raab formuliert Hadžić den Handlungsauftrag : „Wir stehen schon unter Druck.“ Dazu passt seine Einordnung des Tages: ein Fehlstart, bei dem die eigenen Möglichkeiten ungenutzt blieben – obwohl 22 Punkte aus dem Herbst Mut machen.