Derbyauftakt in den Frühling mit klarer Ansage: Für Klaus Grüneis war das Nachbarschaftsduell ein Statement in Sachen Wille, Disziplin und Fokus. Der FC Stern Bau Münzkirchen investierte aus seiner Sicht mehr, wollte den Sieg unbedingt und blieb den eigenen Prämissen treu. Grüneis sprach von einem verdienten, wenn auch glücklichen Ausgang – auch, weil die Gäste die große Möglichkeit zum 1:1 vom Punkt ausließen und Münzkirchen kurz darauf auf 2:0 stellte. In der 1. Klasse Nord-West setzte sich das Team im Duell mit der SPG St. Roman/Esternberg 1b vor toller Kulisse durch. Im Mittelpunkt standen weniger Zahlen als die Haltung: defensive Stabilität, mannschaftliche Geschlossenheit und der Anspruch, das zu null zu verteidigen – verbunden mit der Mahnung, trotz 14 Punkten Vorsprung die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

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Grüneis beschrieb eine erste Hälfte auf Augenhöhe, in der beide Seiten nach der Winterpause erst in den Rhythmus finden mussten. „Ein Derby hat immer eigene Gesetze.“ Nach Wiederbeginn verschob sich das Kräfteverhältnis spürbar: Aus Sicht des Co-Trainers gehörte die zweite Halbzeit dem FC Münzkirchen. Die Mannschaft stand defensiv kompakt, ließ kaum etwas zu, kontrollierte das Geschehen und setzte in der Schlussphase mit ein, zwei Kontern Akzente, die St. Roman noch bereinigen konnte. Insgesamt blieben größere Möglichkeiten der Gäste rar, während Münzkirchen die Partie zunehmend in sichere Bahnen lenkte.
Der zentrale Moment: St. Roman erhielt die Chance auf das 1:1 per Elfmeter, doch Keeper Maximilian Sageder parierte stark. In der Bewertung hob Grüneis hervor, dass Trainer Tobias Grabl zwei Protagonisten herausgestellt habe – Doppeltorschütze Marco Hochholzer und den Torhüter: Der gehaltene Elfer sei ganz wesentlich gewesen, um den Ausgleich zu verhindern. Kurz darauf fiel die Vorentscheidung: Hochholzer traf in der 49. und 60. Minute. Spät bot sich St. Roman noch eine Möglichkeit zum 2:1, doch auch sie blieb ungenutzt – Sinnbild der konsequenten Abwehrarbeit und der Ruhe im Münzkirchner Spiel.
Personell meldete Grüneis Vollzug: keine Ausfälle, volle Kaderstärke – ein Plus in einem intensiven Derby-Frühling. „Alle Spieler stehen zur Verfügung.“ Inhaltlich bleibt das Credo unverändert: „Zu null, kein Gegentor zu bekommen, ist unsere oberste Prämisse. Das haben wir wieder geschafft.“ Der Vorsprung von 14 Punkten fühlt sich gut an, betont Grüneis, sei aber kein Ruhekissen: Entscheidend ist, die eigenen Ziele konsequent zu verfolgen und im Frühling den eingeschlagenen Weg ohne Nachlässigkeiten fortzusetzen.