Nach dem 0:0 gegen Union Kogler-Dach Raab ordnete Kopfings Coach Firzet Hadžić das Ergebnis nüchtern ein: zwischen dem verpassten Heimsieg und einem Zähler. Seine Union Josko Kopfing wollte nach der Niederlage in der Vorwoche „eine Reaktion zeigen“ und „wieder daheim gewinnen“, doch personelle Engpässe in der Offensive prägten die Ausgangslage. Hadžić gab seiner Mannschaft trotz der schwierigen Umstände ein gutes Gefühl mit und sah über weite Strecken mehr Ballkontrolle. Das Remis passt in seine Zwischenbilanz: kein Gegentor, ein Punkt, der Abstand auf Raab bleibt bei zwölf Zählern . Der Blick gilt bereits der Aufgabe in Schardenberg.

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Hadžić betonte den Anspruch, nach der Pleite zuletzt ein Zeichen zu setzen: „Wir haben uns viel vorgenommen und wollten unbedingt eine Reaktion geben, ein Lebenszeichen.“ Gleichzeitig skizzierte er die angespannte Personalsituation: „Derzeit steht uns kein gelernter Stürmer zur Verfügung.“ Konkret fehlt mit Huso Tahric ein wichtiger Offensivspieler. Unter diesen Vorzeichen war es für die Offensive „sehr schwierig“, auch wenn die Mannschaft „alles versucht“ habe.
Spielerisch sah Hadžić Vorteile bei seiner Elf, ohne dass daraus zwingende Möglichkeiten entstanden: „Wir hatten mehr vom Spiel, mehr Ballkontrolle“, Dennoch blieb der Ertrag mager: „Der letzte Pass ist einfach nicht angekommen, und uns hat im letzten Drittel die Entschlossenheit gefehlt.“ Großchancen waren auf beiden Seiten rar, Standards blieben harmlos. Zur Charakteristik des Duells meinte er: „Es war mehr Kampf als Fußball.“ Strittige Strafraumszenen sah er nicht – unterm Strich ein gerechtes Remis: „Ein Punkt geht in Ordnung.“
In der Pause wählte Hadžić einen ruhigen Ton und forderte Mut: „Fehler darf man machen.“ Nach einer Phase über die Flügel stellte er in der Schlussphase nach: „Von 4-2-3-1 bin ich auf 4-4-2 umgestiegen, um noch einmal Druck nach vorne auszuüben.“ Ein großer Schwung blieb jedoch aus; es gab lediglich „die eine oder andere kleine Strafraumszene“. Für die Gesamtwertung betonte Hadžić das Positive: „Wir haben kein Tor bekommen und trotzdem einen Punkt gemacht“, der Abstand auf Raab blieb bei zwölf Punkten. Sein Etappenziel ist klar: „So schnell wie möglich die 30-Punkte-Marke erreichen“ – dann sei der Klassenerhalt fix, alles Weitere „reine Zugabe“. Vor dem Duell in Schardenberg sieht er ein Spiel „auf Augenhöhe“: Beide Mannschaften starteten verhalten ins Frühjahr, dennoch bleibt er „sehr optimistisch“ – auch mit dem Verweis auf den 2:1-Herbstsieg. Das Ziel für die kommende Woche ist entsprechend klar: „Unser erster Dreier im Frühjahr soll her.“