Ein intensives Duell endete 2:2 – und bei Union Steinbrunn Schardenberg überwog nach Abpfiff der Ärger über verpasste Gelegenheiten. Co-Trainer Dominik Machtlinger bilanzierte: „Wir haben aus dem Spiel kaum Chancen zugelassen; St. Agatha wurde eigentlich nur bei Standards gefährlich.“ Zwischen UFC St. Agatha und Schardenberg entwickelte sich in der 1. Klasse Nord-West ein umkämpfter Nachmittag: frühe Führung, sofortiger Ausgleich, erneute Pausenführung – und später der bittere Ausgleich nach einem ruhenden Ball. Die Stimmung: selbstkritisch, fokussiert, mit klarer Ansage für die nächsten Aufgaben.

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„Wir sind gut reingekommen, sind schon in der 5. Minute mit 1:0 in Führung gegangen und haben quasi im direkten Gegenzug das 1:1 kassiert.“ Kurz vor der Pause bekam Schardenberg einen Elfmeter: „Wir hatten das Glück, einen Strafstoß zu bekommen, und sind mit 2:1 in die Halbzeit gegangen.“ Nach Wiederanpfiff stand Schardenberg defensiv stabil und ließ aus dem Spiel kaum etwas zu – bis der Ausgleich fiel: „In der 60. Minute haben wir dann das 2:2 nach einem dummen Standard bekommen, den wir einfach besser verteidigen müssen.“ Machtlinger präzisierte: „St. Agatha hat beide Tore nach Standards erzielt: einmal nach kurz ausgeführter Ecke an den langen Pfosten, wo ein Spieler ungedeckt einschieben konnte, und das 2:2 durch einen Freistoß aus 35 Metern ins Halbfeld, den wir schlecht verteidigt haben und den der Torwart eigentlich noch haben muss.“ Für Schardenberg trafen Gabriel Bauer und Christoph Glas, für St. Agatha Joachim Rotter und Matthias Baschinger.
Im eigenen Ballbesitz sah der Co-Trainer Vorteile: „Wir wollten mehr spielerische Akzente setzen, während der Gegner hauptsächlich mit langen Bällen agiert hat und tief stand. Ballbesitztechnisch waren wir im Vorteil.“ Auch das Chancenbild sprach aus seiner Sicht für Schardenberg: „Wir haben zweimal an die Latte geschossen, der Gegner einmal per Freistoß. Insgesamt hatten wir die klareren Möglichkeiten, weil wir spielerisch besser waren.“ In der Schlussphase fehlten Zentimeter und das Quäntchen Glück: Ein Lattentreffer wo der Nachschuss anschließend zum Tor führte wurde zurückgenommen, zudem klärte ein St.-Agatha-Verteidiger in höchster Not auf der Linie nach einem Querpass vor dem leeren Tor. Generell muss man St. Agatha ein Lob aussprechen. Sie sind als selbst ernannter "klarer Underdog" ins Spiel gegangen und haben eine sehr gute kämpferische Leistung gezeigt.
Bei aller Dominanz blieb Selbstkritik: „Mit der spielerischen Leistung sind wir nicht zufrieden. Wir haben uns mehr vorgenommen, es aber nicht konsequent auf den Platz gebracht.“ Für die nächsten Aufgaben formulierte Machtlinger eine deutliche Forderung: „Um das kommende Spiel – wieder ein Derby – zu gewinnen, müssen wir den letzten Biss und den Willen noch einmal um 20 Prozent steigern, damit wir solche Partien auch wieder für uns entscheiden.“ Zuhause soll das gelingen: „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen zur Heimmacht werden, die Heimspiele gewinnen – gerade gegen Gegner, die tiefer stehen und auf Konter lauern. Das wird uns am Wochenende wieder erwarten, deshalb legen wir unsere Zielsetzung klar auf drei Punkte.“