Spielberichte

Krisztian Pest (Union Wesenufer): „Wir müssen wieder drei Punkte holen“ – 2:2 fühlt sich wie ein verlorener Sieg an

Union Wesenufer
Sigharting/Andorf 1b

Verpasste Chancen, spätes Gegentor, gemischte Gefühle: Das 2:2 von Union Wesenufer gegen SPG Sigharting/Andorf 1b in der 1. Klasse Nord-West fühlte sich wie ein verlorener Sieg an. Trainer Krisztian Pest sprach von einem „unglücklichen Punktverlust“ – und das, obwohl seine Mannschaft über weite Strecken diszipliniert und zielstrebig auftrat. Nach zwei Führungen und mehreren guten Möglichkeiten zur Vorentscheidung stand am Ende dennoch nur ein Remis. „Ich finde, wir haben besser gespielt und mehrere Chancen kreiert“, hielt Pest fest – und formulierte zugleich den Auftrag für die kommenden Wochen: „Wir müssen einfach ein Spiel gewinnen und wieder drei Punkte holen, weil ein Punkt bei einem Unentschieden immer zu wenig ist.“

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Führung, Ausgleich, erneute Führung – und doch nur ein Punkt

Aus Sicht der Gastgeber passte der Verlauf zu dieser Gefühlslage: Die Union stellte zunächst auf 1:0 (Halbzeitstand 1:1), ehe kurz vor der Pause der Ausgleich fiel. Direkt nach Wiederbeginn legte Wesenufer erneut zum 2:1 vor, ließ danach jedoch trotz drei großer Möglichkeiten die Vorentscheidung liegen. In der Schlussphase folgte der erneute Nackenschlag – 2:2. Die Torschützen unterstreichen das Hin und Her: Für Wesenufer traf Pavel Hajek zum 1:0 (32.) und 2:1 (50.), für Sigharting/Andorf 1b glich Richard Lukacs zweimal aus (43., 76.). „Wir hatten, glaube ich, mehr Torchancen und haben besser gespielt. Nach dem 2:1 und drei großen Möglichkeiten müssen wir das dritte Tor machen und das Spiel gewinnen“, bilanzierte Pest.

Auf Augenhöhe in den Zweikämpfen, Ballbesitz ausgeglichen

In puncto Kontrolle und Körpereinsatz sah der Trainer keine großen Unterschiede zwischen den Teams. Zum Ballbesitz sagte er: „Es war relativ ausgeglichen.“ Auch das Duellverhalten beschrieb er kurz: „Auf Augenhöhe.“ Standards spielten in dieser Partie keine entscheidende Rolle: „Da war nichts Besonderes.“ Vielmehr entwickelte sich ein offenes Spiel aus dem Feld heraus, in dem Wesenufer die klareren Möglichkeiten vorfand – ohne sich mit dem dritten Tor zu belohnen.

Disziplin ja, Ertrag nein – der Blick nach vorn ist eindeutig

Auch taktisch zeigte sich der Coach zufrieden: „Wir haben wirklich brav und gut, diszipliniert gespielt.“ Umso größer war der Frust darüber, die Führung nicht ins Ziel gebracht zu haben. Inhaltlich blieb vor allem hängen, was möglich gewesen wäre – das 2:2 fühlte sich wie zwei verlorene Punkte an. Pests Kernaussage für die nächsten Aufgaben ist entsprechend unmissverständlich: „Wir müssen einfach ein Spiel gewinnen und wieder drei Punkte holen, weil ein Punkt bei einem Unentschieden immer zu wenig ist.“

Mit dieser Klarheit nimmt die Mannschaft die kommenden Wochen in Angriff – getragen von der Erkenntnis, dass Leistung und Chancenqualität stimmen, am Ende aber die Effizienz über Punkte entscheidet.

1. Klasse Nord-West: Wesenufer : Sighart./Andorf 1b - 2:2 (1:1)

  • 76
    Richard Lukacs 2:2
  • 50
    Pavel Hajek 2:1
  • 43
    Richard Lukacs 1:1
  • 32
    Pavel Hajek 1:0