Im Lokalderby der 1. Klasse Nord-West zwischen dem UFC St. Agatha und Union Wesenufer überwogen nach Abpfiff Erleichterung und Pragmatismus. Obmann Christian Weinbauer ordnete den Sieg als eminent im Abstiegskampf ein und hob den Derbycharakter hervor: „Es waren drei sehr wichtige Punkte in einem Lokalderby und gegen den Abstieg, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die in der 23. Minute durch Christoph Jäger per Strafstoß zum 0:1 trafen. St. Agatha brauchte etwas, fand dann aber zurück in die Partie: Mathias Altenhofer glich in Minute 40 zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause kippte das Momentum endgültig auf Seiten der Hausherren, als Matthias Baschinger nach 44 Minuten die 2:1-Führung herstellte.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel legte St. Agatha zielstrebig nach. Paul Baschinger stellte in der 52. Minute auf 3:1. Nur vier Minuten später sorgte Steven Mahringer für das Highlight des Abends: Aus rund 30 bis 35 Metern überhob er den Keeper zum sehenswerten 4:1 (56.). In der 69. Minute schnürte Mathias Altenhofer mit dem 5:1 seinen Doppelpack – die Hausherren hatten nun die volle Kontrolle.
Wesenufer gab sich nicht auf und kam über schnelle Umschaltmomente noch einmal heran: Alexander Luger verkürzte in der 75. Minute auf 5:2 und setzte in der 84. Minute den Schlusspunkt zum 5:3. Eine kurze Phase der Nachlässigkeit änderte jedoch nichts daran, dass St. Agatha die Partie verdient über die Zeit brachte. Weinbauers Fazit fiel nüchtern aus: drei Punkte im Derby, enorm wichtig im Tabellenkeller – und zugleich der Hinweis, dass weiter hart gearbeitet werden muss.