Nach dem 2:2 zwischen TSV St. Marienkirchen/Schärding und SPG St. Roman/Esternberg 1b in der 1. Klasse Nord-West überwog bei Bence Kalmar trotz des späten Ausgleichs die Zuversicht. Er sprach von einer weitgehend kontrollierten Partie mit den klareren Möglichkeiten für sein Team – und bat ausdrücklich darum, seinen Stolz auf die Mannschaft hervorzuheben. Zugleich kündigte er harte Arbeit bis zum nächsten Spiel an – mit dem Gefühl, einen verdienten Sieg knapp verpasst zu haben.

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Die erste Hälfte ordnete der Coach als ausgeglichen ein, ehe Bence Kalmar in der 35. Minute zum 1:0 traf. Kurz nach der Pause geriet die Partie aus der Hand: Nach einer Flanke stellte Janik Huber in der 50. Minute auf 1:1. Die Reaktion fiel prompt und zielstrebig aus – mehrere gute Möglichkeiten führten schließlich zum erneuten Führungstreffer, als Tobias Schachinger in der 62. Minute das 2:1 markierte. Die Vorentscheidung blieb jedoch aus: Kalmar traf nur die Latte, zudem ließen die Gastgeber eine weitere Großchance ungenutzt. So blieb das Fenster für den Gegner offen.
In der Schlussphase kippte die Spielkontrolle: St. Roman gab nicht auf, erhöhte den Druck und drängte St. Marienkirchen tief in die eigene Hälfte. Die Gastgeber hatten viel investiert, bekamen aber den letzten Zugriff nicht mehr – und wurden spät bestraft. Nach einem Freistoß egalisierte Marcel Dullinger in der 90. Minute zum 2:2. Umso schmerzhafter, weil zuvor die Chancen zum 3:1 dagewesen waren. Es passte zur eigenen Einordnung, wonach zwei Gegentore nach hohen Bällen die bis dahin starke Tagesarbeit konterkarierten.
In der Gesamtschau sah der Trainer beides: Ärger über die späte Punkteteilung und Anerkennung für den eigenen Auftritt. „Insgesamt haben wir das, was wir geplant haben, sehr gut gemacht.“ Die Abläufe wirkten stabil, die Chancen wurden „sehr schön herausgespielt“ – doch die Anfälligkeit bei Flanken bleibt der Makel, an dem gearbeitet werden soll. "Ich möchte keine Einzelnen herausheben, wir sind eine Mannschafft. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Das ist eine Phase, in der wir um jeden kleinen Erfolg kämpfen müssen. Sobald das auf unsere Seite kippt, wird alles viel einfacher und die Siege werden kommen - weil wir eine starke Mannschaft sind!"