In der 1. Klasse Nord-West und in Runde 16 lieferte SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram im Auswärtsduell bei SPG Sigharting/Andorf 1b ein intensives, zweikampfgeprägtes Spiel im Innviertel ab – mit dem besseren Ende für die Gäste: ein 3:1-Erfolg. Obm.stv. Josef Gruber ordnete anschließend die Schlüsselphasen, das Chancenverhältnis und den Ballbesitz ein, schilderte eine schmerzhafte Verletzung seines Tormanns rund um den Ausgleich und blickte mit Respekt auf die nächste Aufgabe – begleitet von der klaren Devise, weiter Punkte zu sammeln, um rasch Abstand nach unten zu gewinnen.

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Die Partie folgte nicht dem Muster eines lockeren Auswärtsauftritts, sondern war von robusten Duellen geprägt – so Grubers Gesamtwahrnehmung. In der Bewertung blieb er nüchtern: „Das Endergebnis von 3:1 – ich finde den Sieg gerecht. 2:1 entspräche eher den Tatsachen.“ Seine Einordnung unterstreicht die enge Statik: ein verdienter Auswärtssieg, aber mit feinen Nuancen im Kräfteverhältnis. Dass der Weg dorthin unbequem war, lag für ihn vor allem an der Physis auf dem Platz – körperlich, zweikampfbetont und für seine Mannschaft „schwerste Arbeit“, um die drei Punkte mitzunehmen. Ein Abend, an dem um jeden Meter gerungen wurde.
Den Auftakt setzte der SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram: Karl Schardinger stellte in Minute 26 auf 1:0. Kurz vor der Pause fiel der Ausgleich, als Philipp Bauer in der 41. zum 1:1 für die SPG Sigharting/Andorf 1b traf. Rund um diese Szene verortete Gruber den Einschnitt des Abends: „Bei unserem Gegentor hat sich unser Tormann verletzt. Das war für uns eine einschneidende Sache.“ Nach Wiederbeginn bekam Taufkirchen an der Pram die Partie wieder besser in den Griff, nutzte einen Moment im letzten Drittel und ging durch Marko Kovjenic in der 65. erneut in Führung – 2:1. Sigharting/Andorf 1b drängte in der Folge, doch in der Schlussphase setzte Julian Spitzenberger in der 90. den Schlusspunkt zum 3:1. Bei ruhenden Bällen blieb Gruber ein Detail besonders präsent: „Das Auffälligste war der Elfmeter für uns.“ Insgesamt prägten Zweikämpfe, Umschalten und einzelne Nadelstiche die Richtung.
Im Nachgang differenzierte Gruber das Chancen- und Ballbesitzprofil. Zu den klaren Gelegenheiten hielt er fest: „Sigharting/Andorf hatte etwas mehr konkrete Torchancen als Taufkirchen.“ Das Spielkontrollgefühl sah er über 90 Minuten leicht zugunsten des Gastgebers verschoben, insbesondere nach der eigenen 2:1-Führung: „Nach unserer 2:1-Führung war das Ballbesitzverhältnis eher bei Sigharting, also in Summe etwas mehr bei Sigharting.“ Vor der Pause sei es aus seiner Sicht ausgeglichen gewesen. In der Tabelle der 1. Klasse Nord-West spiegelt sich die enge Gemengelage ebenfalls wider: Taufkirchen an der Pram rangiert mit 22 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Sigharting/Andorf 1b liegt mit 18 Zählern dahinter. Der Ausblick bleibt bei aller Zufriedenheit bewusst nüchtern. Gruber zum nächsten Prüfstein: „Das nächste Spiel ist ein Heimspiel gegen einen sehr guten, routinierten Gegner mit erfahrenen Spielern. Da uns momentan der Verletzungsteufel plagt, werden wir wieder eine starke Leistung bieten müssen, um bestehen zu können.“ Und er setzte den Schwerpunkt für die kommenden Wochen: „Wir sind noch nicht aus dem Schneider. Die Punktesumme reicht noch nicht aus – wir müssen weiter Punkte sammeln, damit wir in eine Komfortzone kommen und mit dem Abstieg auch theoretisch nichts mehr zu tun haben. Das ist jetzt unser erstes Ziel.“