Spielberichte

ATSV Handyshop.at Schärding dreht 0:1 in St. Agatha – Horst Dieter Gruber: „Ergebnis geht völlig in Ordnung”

UFC St. Agatha
ATSV Schärding

Wichtiges Auswärtsspiel, enges Tabellenbild und viel Körperlichkeit prägten den Nachmittag in St. Agatha. Zwischen dem UFC St. Agatha und ATSV Handyshop.at Schärding entwickelte sich ein intensives Duell, in dem Horst Dieter Gruber die Kontrolle seines Teams betonte. In der 1. Klasse Nord-West trennten beide vor Anpfiff nur wenige Zähler, was die Bedeutung zusätzlich unterstrich. Der Coach lobte Platz und Ambiente, sprach von Dominanz – und von einem Auswärtsauftritt, der seiner Mannschaft spürbar Auftrieb gibt.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, dann klare Kontrolle

Die Partie begann mit einem Nadelstich der Hausherren: In der 7. Minute hob Steven Mahringer den Ball zum 0:1 über den herausgeeilten Keeper. Gruber ordnete die Szene so ein: „Das 0:1 war ein tiefer Ball, schön durchgesteckt durch unsere Abwehrkette. Unser Torwart stand ein bisschen zu weit vor der Linie; er hat wohl mit einem Schuss gerechnet. Das hat Stürmer Steven Mahringer stark gemacht und gelupft.” Danach übernahmen die Gäste das Kommando. „Über die 90 Minuten war meine Mannschaft dominierend und spielbestimmend. Wir hatten deutlich mehr Spielanteile.” Auch wenn St. Agatha – vor allem in der ersten Halbzeit – gut gegen den Ball arbeitete, ließ Schärding nur wenige Chancen zu. Die eigene Offensivwucht wuchs mit der Zeit – auch wenn der letzte Pass zunächst hakte: „Wir hatten immer wieder Halbchancen beziehungsweise nicht fertig ausgespielte Möglichkeiten, wo der letzte Ball nicht ankam oder der Abschluss nicht hundertprozentig gefährlich war.”

Standards als Schlüssel, strittige Szenen inklusive

Gruber hatte sein Team gezielt vorbereitet: „Wir haben uns vor dem Spiel auf die gegnerischen Standards eingestellt, weil wir wussten, dass der Gegner zwei gute Standardschützen hat. Gott sei Dank haben wir im Spiel nicht viel zugelassen – Ecken und Freistöße haben wir relativ gut wegverteidigt.” Auf der anderen Seite wurden die eigenen ruhenden Bälle zur Wende: „Auf unserer Seite waren die Standards heute gefährlicher. Das 1:1 kam aus einem Eckball.” Konkret glich Dominik Schwaiger in der 62. Minute nach einer Ecke zum 1:1 aus, ehe Schärding in der Schlussphase die Weichen stellte: Michael Jobst stellte in der 80. Minute auf 2:1, Semir Dedic erhöhte in der 84. Minute auf 3:1 und Michael Angleitner setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 4:1. Zwischenzeitlich hatte St. Agatha beim Stand von 1:1 noch einen gefährlichen Freistoß aus 17, 18 Metern, doch der Schuss war zu zentral auf den Keeper. Zur Spielleitung sagte der Trainer: „Das Spiel wurde relativ unaufgeregt geleitet; der Schiedsrichter hatte eine Linie. Es gab aber zwei, drei strittige Szenen – unter anderem eine mögliche Elfmetersituation für uns.”

Bedeutung, Kaderbreite und der Blick nach vorn

Rahmen und Relevanz waren klar umrissen. „Der Platz war sehr gut zu bespielen, und auch das Ambiente vor Ort war super.” Mit Blick auf die Ausgangslage sagte Gruber: „St. Agatha hatte 23 Punkte, wir 26 – in der Liga ist alles sehr eng.” Umso größer die Erleichterung: „Wir waren sehr froh, dass wir den Dreier mitgenommen haben und endlich auch auswärts wieder einen Sieg einfahren konnten”, zumal es darum gegangen sei, „dass wir uns von den unteren Plätzen ein wenig absetzen.” Sportlich hob er das Kollektiv hervor: „Es war wieder eine kompakte Mannschaftsleistung.” Zudem unterstreicht die Banktiefe den Kurs: „Ich konnte wieder einen Torschützen von der Bank bringen. Unser breiter Kader ist in solchen Phasen entscheidend, weil wir in der 60., 70. oder 80. Minute nachlegen können, ohne an Qualität zu verlieren.” Für die kommenden Wochen ist die Marschrichtung klar: „Wir wollen den Schwung mitnehmen, weiter fokussiert arbeiten und zu Hause wieder drei Punkte holen.” Das Gesamtfazit fiel entsprechend aus: „Unterm Strich war es ein kampf- und körperbetontes Spiel – mit mehr Spielwitz, mehr Spielanteilen und mehr Möglichkeiten auf unserer Seite.” Ziel bleibt, die „Auswärtsschwäche mit diesem Sieg in St. Agatha ad acta zu legen und den Lauf zu konservieren.”

1. Klasse Nord-West: St. Agatha : ATSV Schärding - 1:4 (1:0)

  • 87
    Michael Angleitner 1:4
  • 84
    Semir Dedic 1:3
  • 80
    Michael Jobst 1:2
  • 62
    Dominik Schwaiger 1:1
  • 7
    Steven Mahringer 1:0