In der 1. Klasse Nord-West hat der ATSV Handyshop.at Schärding das Spitzenspiel gegen Union Steinbrunn Schardenberg nach zäher erster Hälfte klar mit 5:1 gewonnen. Nach einer frühen Roten für die Gäste blieb es zur Pause 0:0, erst danach brach der Bann. Trainer Horst Dieter Gruber sprach von einem verdienten Sieg und hielt fest: "Die rote Karte war der Game Changer – danach hatten wir klar mehr vom Spiel." Den Torreigen eröffnete nach der Pause Richard Attila Pek, danach trafen Semir Dedic, Adrian Daxl, Michael Angleitner und Michael Jobst.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie begann auf Augenhöhe, dann der Knackpunkt: In Minute 18 sah Schardenbergs Dominik Hutterer Rot. Horst Dieter Gruber beschrieb die Phase davor so: "Bis zur roten Karte war es ein attraktives, kampfbetontes Spiel – man hat gesehen: Zweiter gegen Dritten." Trotz Unterzahl hielt Schardenberg bis zur Pause dicht, es ging mit 0:0 in die Kabinen. "Schardenberg hat bis zur Halbzeit ordentlich dagegengehalten. Da hat man nicht gemerkt, dass wir einen Mann mehr waren", sagte Gruber. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel endgültig: Früh traf Richard Attila Pek zum 1:0 (50.), Semir Dedic legte nach (60.), Adrian Daxl erhöhte kurz darauf (64.). Spät stellte Michael Angleitner auf 4:0 (89.), ehe Florian Friedl in der Nachspielzeit für die Gäste auf 4:1 verkürzte (92.). Praktisch im Gegenzug setzte Michael Jobst den Schlusspunkt zum 5:1 (93.).
Inhaltlich machte Gruber den großen Unterschied zwischen erster und zweiter Hälfte klar fest: "In der ersten Halbzeit waren wir vorne etwas zu statisch, die Laufwege haben nicht ganz gepasst." In der Kabine wurde nachgeschärft: "Wir haben die Laufwege korrigiert und die Breite viel mehr genutzt, weil wir ja in Überzahl waren. Wir wollten den Gegner müde spielen." Genau das funktionierte: Schärding hatte nach Wiederbeginn deutlich mehr Ballbesitz und kam zu vielen Möglichkeiten. "Wir waren effektiv vor dem Tor, hätten uns aber vielleicht mit ein, zwei Treffern mehr belohnen können", so Gruber, der zugleich fair ergänzte: "Schardenberg hatte auch ein, zwei gute Möglichkeiten." Insgesamt gefiel ihm die Reife seiner Mannschaft: "Wir haben wieder kompakt verteidigt und den Ball gut laufen lassen." Zudem hob er die Tiefe im Kader hervor: "Von der Bank kam wieder Qualität – wir haben einen breiten, ausgeglichenen Kader."
Auch zur Spielleitung fand der ATSV-Coach deutliche, aber faire Worte: "Das Spiel war generell fair, der Schiedsrichter hatte eine klare Linie." Die strittigste Szene blieb naturgemäß die Rote gegen Hutterer: "Von meiner Position war es schwer zu sehen. Ich persönlich hätte mit Gelb leben können, aber der Schiedsrichter hat sich für Rot entschieden." Am Endergebnis änderte das nichts mehr: "Unterm Strich waren wir der verdiente Sieger", sagte Gruber. Durch den 5:1-Erfolg festigt der ATSV Handyshop.at Schärding mit nun 32 Punkten Rang zwei nach 19 Runden, während Schardenberg bei 29 Zählern bleibt. Für die Schärdinger gilt es nun, den Schwung der starken zweiten Halbzeit mitzunehmen und in den nächsten Wochen weiter zu punkten.