Spielberichte

Markus Hinterleitner (Trainer UFC Haibach ob der Donau): „Die schnelle 2:0-Führung hat alles erleichtert“

UFC Haibach
FC Münzkirchen

Gegen den Tabellenführer der 1. Klasse Nord-West feierte UFC Haibach ob der Donau einen 3:1-Heimsieg über FC Stern Bau Münzkirchen. Ein Doppelschlag in Minute eins legte die Basis, nach der Pause fiel per Standard die Entscheidung. Trainer Markus Hinterleitner sprach von einer kompakten Vorstellung und einer ersehnten Reaktion nach schwierigen Wochen: „Die schnelle 2:0-Führung hat uns in die Karten gespielt. Wir standen defensiv sehr gut und haben unsere Umschaltmomente gesucht.“

Nahaufnahme Flutlichtmast

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Früher Doppelschlag schockt den Tabellenführer

Haibach erwischte einen Start nach Maß. Schon nach einer Minute stellte Andreas Rathmayr auf 1:0, nur Augenblicke später legte Tobias Rathmayr das 2:0 nach. Der Plan war klar: mutig raus, den Favoriten gleich packen. Markus Hinterleitner ordnete den Traumstart so ein: „Gleich in den ersten Minuten 2:0 vorne – das war für uns natürlich sehr positiv.“ Zum 1:0 ergänzte er: „Wir haben in der Mitte den Ball gewonnen, gleich abgezogen – der Schuss war abgefälscht. Das war unglücklich für die Gäste, aber wir haben das natürlich gern genommen.“ Und es blieb nicht bei einem Moment: „Wir haben nach dem Anstoß sofort wieder attackiert und das 2:0 endlich machen können.“ Münzkirchen versteckte sich trotz des Kaltstarts nicht, suchte die Kontrolle und blieb offensiv gefährlich.

Münzkirchen meldet sich – Haibach hält dagegen

Der Tabellenführer antwortete noch in der ersten Viertelstunde. Nach einem Eckball drückte Marco Hochholzer in Minute 14 zum 2:1 ein. Hinterleitner hatte den Stürmer auf dem Zettel: „Münzkirchen hat mit Hochholzer einen sehr robusten, starken Spieler, der die Bälle gut sichern kann und bei jeder Aktion torgefährlich ist. Er hat das 2:1 nach einer Ecke gemacht – das hat er stark gemacht.“ Haibach blieb dennoch stabil und verteidigte den Vorsprung bis in die Pause, zur Halbzeit stand es 2:1. Der Trainer sah in dieser Phase Licht und Schatten: „Unsere Defensive war sehr stabil. Einmal hatten wir eine Phase, in der wir wieder zu lange Bälle gespielt haben und kurz vergessen haben, Fußball zu spielen.“ Der Grundton passte aber: viel Laufarbeit, klare Zweikämpfe und ein Team, das im Kollektiv arbeitete, um den Favoriten in Schach zu halten.

Standard direkt nach Wiederanpfiff bringt die Entscheidung

Die zweite Hälfte begann, wie sich Haibach das vorgestellt hatte. Kaum war wieder angepfiffen, fiel das 3:1: In Minute 46 traf Jan Elias Oberndorfer nach einer Standardsituation per Kopf. Hinterleitner lächelte spürbar durch das Telefon: „Das war ein schöner Kopfball. Wir haben lange am Kopfballspiel gearbeitet – heute haben wir uns endlich belohnt.“ Aus seiner Sicht war damit der Deckel drauf: „Spätestens mit dem 3:1 war die Partie zu unseren Gunsten entschieden.“ Der Matchplan griff: „Wir standen defensiv sehr gut, haben alles gut verteidigt und unsere Momente im Umschaltspiel gesucht.“ Haibach blieb kompakt, ließ hinten wenig zu und kaufte Münzkirchen mit Konsequenz und viel Einsatz die Schneid ab. Was vorher wie ein Ritt auf der Rasierklinge wirkte, wurde mit dieser frühen Szene nach der Pause zur kontrollierten Arbeit am Dreier.

Wille, Fairness und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Nach drei Spielen ohne das erhoffte Ergebnis sprach Hinterleitner von einer klaren Antwort seiner Mannschaft. „Der Unterschied war unser Wille. Wir wollten nach den letzten drei Spielen eine Reaktion zeigen – und wenn du nach zwei Minuten 2:0 führst, geht vieles leichter. Dann sind wir wieder in unsere alten Stärken zurückgekommen.“ Besonders stolz war er auf den Zusammenhalt: „Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft. Die Kompaktheit, die Geschlossenheit und der Wille, unbedingt zu gewinnen – das war heute ausgezeichnet. Wir wollten die erste Mannschaft sein, die Münzkirchen schlägt.“ Auch Lob für den Rahmen durfte nicht fehlen: „Die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet. Es gab keine strittigen Szenen, das Spiel war von beiden Seiten körperbetont, aber immer sehr fair geführt.“

In der Tabelle hält Haibach nach 20 Runden bei 30 Punkten und Rang vier, Münzkirchen bleibt mit 53 Zählern Erster. Der Auftrag für Haibach ist damit klar: an dieser Kompaktheit festhalten, die Umschaltmomente weiter nutzen – und die gezeigte Reaktion nun Woche für Woche bestätigen.

1. Klasse Nord-West: Haibach : FC Münzkirchen - 3:1 (2:1)

  • 46
    Jan Elias Oberndorfer 3:1
  • 14
    Marco Hochholzer 2:1
  • 2
    Tobias Rathmayr 2:0
  • 1
    Andreas Rathmayr 1:0