Spielberichte

Maximilian Ammerl (Trainer Union Steinbrunn Schardenberg): „Wir haben es unnötig spannend gemacht“

SV Waizenkirchen
Union Schardenberg

Union Steinbrunn Schardenberg feierte in der 1. Klasse Nord-West einen hart erarbeiteten 2:1-Auswärtssieg bei SV Guschlbauer Waizenkirchen. Die Gäste kontrollierten lange das Geschehen, führten zur Pause 2:0 und mussten nach dem Anschluss der Hausherren noch zittern. Trainer Maximilian Ammerl sah viel Gutes, aber auch Luft nach oben: Seine Elf habe als Einheit überzeugt, das Spiel nach der Pause aber nicht früh genug entschieden. Das Ergebnis passte, der Weg dorthin kostete aber Nerven.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Zwei Treffer vor der Pause, viel Ball am Fuß

Schardenberg erwischte den besseren Start. „Wir sind gut reingekommen in die Partie. Wir haben viel Ballbesitz gehabt, uns aber immer wieder mit dem letzten Pass schwergetan“, beschrieb Coach Maximilian Ammerl den Auftakt. Waizenkirchen stand sehr tief und ließ den Gästen über weite Strecken den Ball. Schardenberg blieb geduldig – und wurde belohnt: In der 38. Minute traf Reinhold Dirmhirn zum 0:1. Kurz darauf legten die Gäste nach, als Markus Hartinger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) auf 0:2 stellte. Mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung ging es in die Kabinen, auch weil die Gäste ihre wenigen klaren Möglichkeiten vor der Pause konsequent nutzten.

Nach der Pause verpasst Schardenberg das 3:0 – Waizenkirchen kommt ran

Nach Wiederbeginn suchten die Gäste die frühe Entscheidung, ließen diese aber aus. „Wir haben es verpasst, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen, und damit das Spiel unnötig spannend gemacht“, ärgerte sich Ammerl. Besonderen Frust löste eine Szene kurz nach dem Seitenwechsel aus: „Beim Stand von 2:0 laufen wir in der 50. Minute alleine auf den Torwart zu, und der Schiedsrichter pfeift Abseits, wo um zwei Meter kein Abseits war. Bei 35 Grad wäre es gut, wenn der Schiedsrichter auch eine gute Leistung bringt und uns das Leben nicht zusätzlich schwer macht.“ Statt 0:3 wurde es eng: David Stockinger verkürzte in der 69. Minute für Waizenkirchen auf 1:2. Schardenberg brachte den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit.

„Geschlossene Mannschaftsleistung“ – Lob, Mahnung und Tabellenlage

In seiner Analyse hob Ammerl den Kern des Erfolgs hervor: „Ausschlaggebend für den Sieg war, dass wir wieder als Einheit aufgetreten sind und eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert haben.“ Die größte Stärke sah er „in der ersten Halbzeit in der Chancenauswertung“ – zwei Treffer, 2:0-Führung. Gleichzeitig blieb die klare Forderung: „Wenn wir in Führung sind und klare Chancen haben, müssen wir diese Spiele auch mal frühzeitig entscheiden.“ Über den Gegner wollte er nichts sagen: „Zum Gegner möchte ich nix sagen.“ Der Dreier tut dennoch gut: Nach 21 Runden steht Schardenberg mit 32 Punkten auf Rang fünf, Waizenkirchen hält als Siebter bei 26. Für die nächsten Wochen gilt: an der Konsequenz arbeiten und die gute Auswärtsleistung mitnehmen.

1. Klasse Nord-West: Waizenkirchen : Schardenberg - 1:2 (0:2)

  • 69
    David Stockinger 1:2
  • 47
    Markus Hartinger 0:2
  • 38
    Reinhold Dirmhirn 0:1