In der 1. Klasse Nord-West hat Union Kogler-Dach Raab am 21. Spieltag UFC St. Agatha klar mit 4:0 besiegt. Sportchef Kurt Würzl ärgerte sich vor allem über frühe Patzer und die eiskalten Gastgeber. "Wir waren zu fehleranfällig", sagte er, betonte aber auch eine ordentliche erste Hälfte seines Teams. Raab legte mit einem Blitzstart vor, Jakub Mares legte später doppelt nach – am Ende stand für die Gäste ein bitterer Nachmittag, der für den Abstiegskampf dennoch wichtige Lehren mitgab.
Die Partie begann denkbar unglücklich für St. Agatha. Schon in der 3. Minute stellte Jan Vejvar auf 1:0 für Raab. Würzl sprach von einem kapitalen Bock: "Das war ein Geschenk von unserer Hintermannschaft. Das darf nicht passieren." Danach fand seine Elf besser hinein, suchte den Ball und die Tiefe und erarbeitete sich vor der Pause ihre Momente. "Wir waren sehr bemüht, die erste Halbzeit war spielerisch in Ordnung. Wir hatten zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten", so der Sportchef. Doch Raab blieb mit schnellen Spitzen gefährlich und schlug kurz vor der Halbzeit noch einmal zu: Jakub Mares nutzte die Lücke und erhöhte in der 43. Minute eiskalt auf 2:0. "Sehr bitter, kurz vor der Pause", kommentierte Würzl den Nackenschlag.
Mit dem Wiederanpfiff hoffte St. Agatha auf die Wende, stattdessen kam die frühe Vorentscheidung. In der 49. Minute schnürte Jakub Mares seinen Doppelpack und stellte auf 3:0. Würzl zollte dem Raaber Matchwinner Respekt: "Mares hat ein herausragendes Spiel gemacht, hat sich in einer Aktion durch zwei Spieler durchgetankt und mit einem satten, scharfen Schuss abgeschlossen – da war Gahleitner chancenlos." Bei den Gästen lief danach nicht mehr viel zusammen, der Glaube an die Aufholjagd blieb ohne Nahrung. Raab kontrollierte das Geschehen und setzte nach einer Stunde noch einen drauf: Michael Zweimüller traf in der 62. Minute zum 4:0. "Das vierte Tor war nur noch eine Draufgabe", sagte Würzl, der in dieser Phase keine echte Antwort seiner Mannschaft mehr sah.
In seiner Analyse nahm Würzl sein Team in die Pflicht, ohne viel zu beschönigen. "Der entscheidende Grund war, dass wir zu fehleranfällig waren. Gegen so eine starke Truppe darfst du dir hinten keine Fehler erlauben, da musst du kompakt stehen", erklärte er. Positiv hielt er fest: "Wir waren sehr bemüht, vor allem vor der Pause. Aber die Fehler wurden eiskalt bestraft – und wir haben unsere Chancen nicht genutzt." Der Sportchef hob bei Raab besonders die Offensivqualität hervor: Er nannte Doppeltorschütze Jakub Mares und – neben dem frühen 1:0-Schützen Jan Vejvar – weitere starke Akteure, die "die Partie entschieden" hätten. Ein Nebenaspekt, der zeigt, dass es fair zuging: "Das Schiedsrichterteam war gut, keine entscheidende Fehlpfiffe."
In der Tabelle steckt St. Agatha mit 24 Punkten auf Rang elf zwei Zähler vor der Abstiegszone. Der Blick geht nach vorne: "Wir haben noch fünf Spiele, wir müssen schnell punkten", fordert Würzl. Und zum nächsten Prüfstein sagt er: "Das nächste Spiel ist sehr schwer gegen den Tabellenführer Münzkirchen. Aber es gibt in jedem Spiel eine Chance – wir werden das Bestmögliche herausholen."