In der 1. Klasse Nord-West kam es zum torlosen Kräftemessen zwischen der SPG St. Roman/Esternberg 1b und der Union Wesenufer. Am Ende stand ein 0:0, das vor allem die Gäste nicht ganz zufriedenstellte. Rene Dobetsberger sprach von einem „spannenden Spiel“ und sah sein Team „dem Sieg vielleicht ein Stück näher“, bemängelte aber die fehlende Durchschlagskraft. Nach dem 0:6 zuletzt gegen Schärding nahm Wesenufer dennoch ein Lebenszeichen mit und wertete den Zähler als Basis für die nächsten Wochen im engen Tabellenkeller.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Beide Teams starteten vorsichtig und tasteten sich lange ab. Viel lief über das Mittelfeld, der letzte Pass fehlte zunächst auf beiden Seiten. „Es war durchgehend ein spannendes Spiel“, brachte es Rene Dobetsberger auf den Punkt. Der Pausenstand von 0:0 passte dazu, zur Halbzeit war nichts entschieden und es blieb eng. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus Wesenufer etwas zielstrebiger, wie der ehemalige sportliche Leiter schilderte: In der zweiten Hälfte gab es „die eine oder andere gute Chance“, um das Match zu kippen. Die Heimmannschaft blieb aber ebenfalls gefährlich und kam zu Möglichkeiten. Am Ende fehlte beiden der präzise Abschluss – das Remis stand, weil keiner die wenigen aussichtsreichen Momente sauber zu Ende spielte.
Im Rückblick ordnete Dobetsberger den Punkt nüchtern ein. „Wir waren dem Sieg vielleicht ein Stück näher als die Heimmannschaft“, sagte er, schob aber sofort hinterher: „Die schlussendliche Durchschlagskraft oder die notwendige Entschlossenheit hat uns gefehlt – das letzte Quäntchen.“ Zugleich sah er eine klare Reaktion auf das 0:6 der Vorwoche: „Nach der 0:6-Pleite gegen Schärding war es ein deutliches Lebenszeichen. Einsatz und Laufbereitschaft haben gestimmt.“ Auch den Gegner bewertete er fair: „Sankt Roman hatte gestern sicher nicht den besten Tag, zu unserem Glück.“ Auch sonst habe es „überhaupt keine negativen Momente“ gegeben – die Partie blieb somit auch abseits des Ergebnisses im Rahmen.
Für die Tabelle bedeutet das 0:0 einen kleinen Schritt. Wesenufer hält nach 21 Runden bei 21 Punkten und liegt als 14. in einer heiklen Lage, während St. Roman/Esternberg 1b mit 25 Zählern im Mittelfeld unterwegs ist. Genau deshalb war das Gefühl nach Abpfiff gemischt. „Wir sind mit dem Punkt nicht ganz unzufrieden. Natürlich wären drei Punkte in unserer Situation besser gewesen, der Abstiegskampf wird wieder sehr eng“, erklärte Dobetsberger.
Der Plan für die kommenden Wochen ist klar: an die stabile Leistung anknüpfen, vorne entschlossener werden und „wieder ordentlich punkten“, wie er es formulierte. Gelingt der nächste Schritt im letzten Drittel, kann dieses Remis hoffentlich zum positiven Startschuss für die nächsten Spiele werden.