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„Unser Schwerpunkt war, Tore zu verhindern“ – Firzet Hadžić erklärt den Aufschwung von Union Josko Kopfing

Union Kopfing

In der 1. Klasse Nord-West hat sich Union Josko Kopfing mit 38 Punkten auf Rang vier geschoben und damit eine Saison hingelegt, mit der intern kaum jemand unzufrieden sein kann. Trainer Firzet Hadžić sieht den Grund dafür vor allem in der klaren Arbeit gegen den Ball: Die Defensive wurde stabilisiert, die Mannschaft gewann an Sicherheit, nur im Angriff blieb Luft nach oben. Jetzt soll mit einem neuen Stürmer und einigen Rückkehrern der nächste Schritt folgen.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Der Hebel lag klar in der Defensive

Firzet Hadžić zieht den Vergleich ganz bewusst zum Jahr davor. Union Josko Kopfing hatte damals mit 30 Punkten nur knapp den Absturz vermieden, vor allem die 59 Gegentore waren für ihn der deutlichste Hinweis darauf, wo er ansetzen musste. "Der Schwerpunkt war, die Defensive zu stabilisieren, weniger Tore zu bekommen und mehr Kompaktheit in unser Spiel zu bringen", sagt der Trainer. Genau darauf wurde laut Hadžić die gesamte Sommervorbereitung aufgebaut. Im Spiel gegen den Ball sollte die Mannschaft klarer, enger und verlässlicher werden. Dass die Umstellung schnell griff, habe man früh gesehen: "Wir haben in kürzester Zeit das 4-2-3-1 installiert. Die Jungs haben das super mitgemacht." Drei Siege in den ersten drei Spielen und damit neun Punkte seien ein frühes Zeichen gewesen, dass die neue Ordnung der Mannschaft Sicherheit gegeben hat. Für Hadžić war genau das die Basis für alles, was danach gekommen ist.

Trotz personeller Probleme bis auf Rang vier

In der Herbstsaison sammelte Union Josko Kopfing 22 Punkte und legte damit laut Hadžić schon den Grundstein dafür, mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Auch im Frühjahr blieb die Linie im Wesentlichen gleich, obwohl die personelle Lage deutlich schwieriger wurde. Der Trainer spricht von mehreren längeren Ausfällen, von fehlenden Offensivspielern und davon, dass er praktisch die gesamte Frühjahrssaison ohne echten Stürmer bestreiten musste. Umso höher bewertet er Rang vier mit 38 Punkten. "Wir waren am Ende die zweitbeste Defensive, aber leider die zweitschlechteste Offensive in der ganzen Liga", ordnet Hadžić ein. Genau darin steckt für ihn auch die Erklärung für manche liegen gelassene Punkte. Gleichzeitig hebt er hervor, wie die Mannschaft unter schwierigen Umständen den Plan getragen hat: mit jungen Spielern, mit Disziplin und mit einer klaren Ordnung gegen den Ball. "Ich will die ganze Mannschaft hervorheben", betont er, weil die Gruppe unter schwierigen Bedingungen Charakter, Moral und Leidenschaft gezeigt habe.

Abgänge, Hoffnungsträger und Rückkehrer

Im Kader hat sich im Sommer dennoch etwas bewegt. Huso Tahric hat den Verein verlassen, dazu kamen mit Lukas Kramer und Julian Ringer zwei weitere Abgänge im Offensiv- beziehungsweise Mittelfeldbereich. Besonders ins Gewicht fällt auch das Karriereende von Berthold Fischer. Gerade deshalb richtet sich bei Union Josko Kopfing viel Hoffnung auf Bence Liszka, der als Stürmer dazukommt und im Angriff eine Lücke schließen soll. Hadžić formuliert das ohne große Umschweife: "Wir hoffen, dass er unsere offensiven Probleme lösen kann. Wir sind überzeugt, dass er uns im offensiven Bereich weiterhilft." Dazu kommt, dass Leonhard Hauser nach seinem Schlüsselbeinbruch noch fehlt. Laut dem Trainer ist die Operation gut verlaufen, Ende September soll er wieder normal ins Mannschaftstraining einsteigen. Außerdem gibt es nach einer Kreuzbandverletzung einen weiteren Rückkehrer, der wieder näher an das Team heranrückt.

Klare Ziele für die nächste Saison

Auch rund um das Trainerteam und im Vereinsumfeld geht Union Josko Kopfing mit einem positiven Gefühl in die neue Runde. Ein neuer Co-Trainer und ein neuer Tormanntrainer sollen zusätzliche Impulse geben, dazu kommt Rückenwind aus einer Saison, die mit dem 60-jährigen Vereinsjubiläum sportlich gut zusammengepasst hat. Hadžić bleibt bei aller Zufriedenheit aber klar in seinen Zielen: "Wir wollen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir wollen versuchen, uns unter den ersten Fünf zu etablieren." Noch wichtiger ist ihm, dass die Mannschaft ihren Weg weitergeht und sich taktisch weiterentwickelt. Über andere Vereine spricht Hadžić zwar ungern, Union Raab hob er für die starke Serie im Frühjahr aber ausdrücklich hervor. Für den Blick auf Union Josko Kopfing bleibt seine eigene Bilanz trotzdem der entscheidende Satz: "Ich bin im Großen und Ganzen sehr, sehr zufrieden. Wichtig ist, dass die Mannschaft meine taktische Denkweise Großteil superschnell umgesetzt hat." Und noch klarer wird es, wenn er über seine Gruppe spricht: "Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft."