Nach Platz zwei in der 1. Klasse Nord-West richtet sich der Blick bei Union Steinbrunn Schardenberg schon wieder nach vorne. Trainer Maximilian Ammerl zieht nach einer Saison mit 44 Punkten ein positives Fazit, spricht aber auch von fordernden Wochen bis zum Herbststart. Schon am 10. Juli wartet im Pokal daheim gegen FC Münzkirchen. „Die Vorbereitung wird richtig hart“, sagt Ammerl, der vor allem die Ruhe seiner Mannschaft in schwierigen Phasen als große Stärke hervorhebt.

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Der Rückblick des Trainers fällt klar positiv aus, auch weil er die Saison nicht nur auf die Tabelle reduziert. Ammerl sagt: „Ich glaube, dass wir sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde immer wieder schwierigere Phasen gehabt haben, aber aus diesen Phasen gestärkt herausgekommen sind.“ Genau das sei ein Punkt gewesen, der seine Mannschaft über Monate ausgezeichnet habe. „Wir sind mit Rückschlägen ruhig und gekonnt umgegangen“, betont er. Dass Union Steinbrunn Schardenberg am Ende Zweiter wurde, passt für ihn deshalb ins Bild. Auch der Schlussspurt unterstreicht diese Einschätzung. Aus den letzten fünf Meisterschaftsspielen holte Schardenberg vier Siege, gewann gegen Union Raab mit 2:1, schoss gegen Neukirchen/Walde ein 8:3 heraus, setzte sich beim TSV St. Marienkirchen mit 3:2 durch und schlug zum Abschluss UFC Haibach mit 4:3. Dazwischen stand zwar die 0:1-Niederlage gegen FC Münzkirchen, insgesamt blieb aber ein starker Eindruck. Ammerl formuliert es schlicht: „Am Ende des Tages ist es im Fußball so, dass sich Qualität einfach durchsetzt.“
Im Kader wird es trotzdem Veränderungen geben, weil zwei verdiente Spieler ihre Laufbahn beendet haben. Christoph Glas, der langjährige Kapitän und offensive Mittelfeldspieler, steht künftig nicht mehr zur Verfügung. Auch Innenverteidiger Dominik Huber, ebenfalls ein langjähriger Spieler der Kampfmannschaft, hat seine Karriere beendet. Das sind Abgänge, die Gewicht haben, gerade, weil beide über Jahre für Konstanz standen. Gleichzeitig setzt der Verein bei den handelnden Personen auf Kontinuität. Ammerl und sein Co-Trainer Dominik Machtlinger bleiben an Bord, beide haben verlängert. Auch der sportliche Leiter macht weiter. Dazu kommt ein Punkt, der für die Vorbereitung wichtig ist: „Wir haben keine verletzten oder angeschlagenen Spieler“, sagt Ammerl. Ebenso auffällig ist, wie sehr der Trainer den Gedanken der Mannschaft in den Vordergrund rückt. Einen Einzelnen will er bewusst nicht herausheben. „Wir funktionieren in Schardenberg nur als Mannschaft“, sagt er. Und er schiebt nach: „Zu einer Mannschaft gehören nicht nur zehn oder elf, sondern wirklich sechzehn, siebzehn Leute.“ Sein Lob geht ausdrücklich auch an die 1b-Spieler, die im Training immer wieder aushelfen. „Im Endeffekt können wirklich dreißig Leute sehr stolz sein auf das, was wir erreicht haben.“ Auch im Vereinsumfeld war zuletzt Bewegung drin: Das Zeltfest in Schardenberg sei laut Ammerl „ein voller Erfolg“ gewesen.
Dass der Trainer den kommenden Wochen mit Respekt begegnet, kommt nicht von ungefähr. Die Vorbereitung beginnt am Montag, und der erste Termin hat es sofort in sich. Im Pokal trifft Union Steinbrunn Schardenberg am 10. Juli zu Hause auf den Meister FC Münzkirchen. „Die Vorbereitung wird richtig hart“, sagt Ammerl, und der Spielplan gibt ihm recht. Nach dem Pokalduell folgt am 19. Juli das Auswärtsspiel bei Neukirchen vom Wald, am 25. Juli geht es zu Hause gegen Diersbach weiter, am 30. Juli steht ein Test in St. Aegidi an und am 7. August steigt in Schardenberg die Generalprobe gegen Schildorn. Namen von Neuzugängen will der Verein noch nicht öffentlich machen, fest steht aber bereits, dass es neue Spieler geben wird. Den ersten Gradmesser bekommt Schardenberg mit dem Pokalspiel gegen Münzkirchen sofort serviert. Für Ammerl ist das zugleich ein Blick auf den Maßstab in der Liga. Über den Meister sagt er: „Was sie über die Saison hinweg geleistet haben, war sehr bemerkenswert. Vor so einer Leistung kann man echt nur den Hut ziehen.“ Für Schardenberg beginnt der Sommer damit ohne Anlaufzeit – und genau das macht diesen Vorbereitungsstart besonders interessant.