Nach Platz fünf in der 1. Klasse Nord-West setzt der SV Guschlbauer Waizenkirchen bewusst auf Kontinuität. Trainer Roland Ulrich sieht die vergangene Saison als Bestätigung des eingeschlagenen Weges, der Kader bleibt fast unverändert und hinter der ersten Mannschaft drängt bereits der nächste Jahrgang nach. „Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt der Coach im Gespräch mit Ligaportal. Vor der neuen Spielzeit steht damit fest: viel Kontinuität, hohe körperliche Anforderungen und ein Verein, der seiner jungen Mannschaft weiter vertraut.

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Für die Waizenkirchner war die abgelaufene Spielzeit keine Saison der verpassten Möglichkeiten, sondern eine, in der die eigene Planung ziemlich genau aufging. Ulrich hatte sein Team im Bereich der ersten fünf oder sechs Plätze gesehen, am Ende stand Rang fünf. Auch die Punkteverteilung über die Saison hinweg passte ins Bild: 18 Zähler in der Hinrunde, 19 in der Rückrunde. Große Ausreißer nach oben oder unten gab es nicht, stattdessen eine stabile Meisterschaft.
„Wir haben eine sehr gute Meisterschaft gespielt. Wir haben auf unser Ziel hingearbeitet, und das haben wir erreicht“, sagt Ulrich. Dass der Trainer die Spielzeit insgesamt positiv bewertet, ist auch mit dem Schlussspurt zu erklären: Aus den letzten fünf Partien holte der SV drei Siege und zwei Remis, blieb also ungeschlagen. Die Mannschaft wirkte bis zum Ende präsent und brachte damit genau jene Qualität auf den Platz, die der Trainer besonders hervorhebt.
Waizenkirchen setzt weiterhin auf eine junge Mannschaft, und genau daraus leitet Ulrich auch den Schwerpunkt der Vorbereitung ab. Es geht weniger um einen grundlegenden Umbau als darum, wie das Team seine größte Stärke bewahren kann. „Das war im letzten Jahr auch unsere Stärke, dass wir 90 Minuten laufen und kämpfen können“, sagt der Trainer. Gerade mit einer jungen Gruppe sei es möglich, intensiv zu arbeiten und hart zu trainieren.
Ulrich verbindet diesen Zugang klar mit der Spielidee seiner Mannschaft. Mit ihrer jungen Gruppe will die Mannschaft den Gegner über Tempo, Laufbereitschaft und Robustheit fordern. „Wir möchten nächstes Jahr wieder zeigen, dass die Mannschaft körperlich voll fit ist und dominieren kann“, sagt er. Das ist weniger Feinarbeit als ein klares Profil: Waizenkirchen will Spiele nicht verwalten, sondern über Einsatz und Fitness prägen.
Auch personell bleibt vieles beim Alten. Mit Maxim Perevuznik hat nur ein Spieler den Verein verlassen, er wechselte nach Grieskirchen. Als Neuzugang kommt Kristof Kugler, der im Mittelfeld mehrere Rollen ausfüllen kann. Ulrich beschreibt ihn als Spieler für das zentrale Mittelfeld oder die Flügel und sieht darin einen Eins-zu-Eins-Ersatz für den Abgang, weil auch Perevuznik auf mehreren Positionen einsetzbar war.
Weniger erfreulich ist die Lage bei Fabian Auinger. Der Defensivspieler fällt nach einem Kreuzbandriss noch lange aus und wird erst im kommenden Jahr zurückerwartet. Dafür kann die Mannschaft mit einem Rückkehrer planen: Tobias Arzt meldet sich nach rund einjähriger Jahr Pause zurück. Ulrich bezeichnet ihn als „sehr, sehr gute Verstärkung“, nachdem er in der vergangenen Saison gefehlt hatte.
Neben dem kleinen Kaderumbau verweist Ulrich auf einen Faktor, der intern bereits Wirkung zeigt: Co-Trainer Peter Horvath, der schon im Vorjahr zum Verein kam, bleibt an Bord. Seine Erfahrung als Trainer und Cheftrainer bei anderen Klubs schätzt Ulrich sehr. „Horvath ist für uns eine sehr große Verstärkung“, sagt er. Die Zusammenarbeit funktioniere gut, auch weil die Vorstellungen vom Fußball übereinstimmen.
Mindestens ebenso wichtig ist aber, was hinter der aktuellen Mannschaft nachkommt. Der SV Waizenkirchen verfügt laut Ulrich über eine starke U16, die nun aufgelöst wird. Der gesamte Jahrgang rückt in die 1b auf, einzelne Spieler sollen schon an die Kampfmannschaft herangeführt werden. „Wir möchten so viele Junge wie möglich in die Mannschaft einbauen“, sagt Ulrich. Gleichzeitig weiß er, dass dieser Weg Geduld braucht, weil viele dieser Spieler erst 15 oder 16 Jahre alt sind.
Eine neue Tabellenparole formuliert der Trainer noch nicht. Der Kurs des Vereins ist dennoch klar erkennbar: Die bestehende Mannschaft bleibt weitgehend zusammen, der körperliche Fokus bleibt bestehen und aus dem Nachwuchs soll Schritt für Schritt frische Konkurrenz nach oben kommen. Der SVW dürfte damit auch in der kommenden Saison wieder eine laufstarke, junge und unangenehme Mannschaft stellen.