In der 1. Klasse Nord-West hat sich der SV Guschlbauer Waizenkirchen am Sonntagnachmittag von der Union Steinbrunn Schardenberg mit einem 2:2-Remis getrennt. Aus Sicht der Gäste war es ein Spiel mit viel Ballbesitz und einem über weite Strecken dominanten Auftreten, ohne dass daraus genug Gefahr entstand. Trainer Maximilian Ammerl sprach von einem insgesamt gerechten Ergebnis und hob hervor, dass seine Mannschaft nach beiden Rückständen jeweils rasch die passende Antwort fand.

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Der Spielverlauf passte ziemlich genau zu dem Eindruck, den Ammerl nach dem Schlusspfiff schilderte. Waizenkirchen ging in der 21. Minute durch Moritz Wolfsteiner mit 1:0 in Führung und setzte damit den ersten Treffer in einer Partie, in der Schardenberg danach aber nicht lange brauchte, um wieder auf Gleichstand zu kommen. Schon in der 29. Minute glich Markus Hartinger zum 1:1 aus, mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber erneut vor, als Benedek Jaczko in der 51. Minute das 2:1 erzielte. Doch auch auf diesen Rückschlag reagierte Schardenberg ruhig und kam in der 73. Minute durch Patrick Klement zum 2:2. Genau das war für Ammerl ein entscheidender Punkt: „Wichtig war für uns, dass wir nach den Rückständen relativ bald wieder den Ausgleich erzielt haben. So ist wieder Ruhe in unser Spiel gekommen.“
Aus Sicht des Schardenberg-Trainers lag die Geschichte dieses Spiels aber nicht nur in den Toren, sondern vor allem in dem, was seine Mannschaft dazwischen auf den Platz brachte. „Ich glaube, dass es ein gutes Spiel war, speziell von unserer Seite, wieder mit sehr viel Ballbesitz und einem sehr dominanten Auftreten“, sagte Ammerl. Gerade in den Phasen mit dem Ball habe sein Team erneut gezeigt, dass es in diesem Bereich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Er sprach davon, dass Schardenberg an Qualität zugelegt habe, wenn es darum gehe, Ballbesitz sauber auszuspielen. Gleichzeitig blieb sein Urteil klar, sobald es um die Zone vor dem Tor ging. „Wir haben es dieses Mal nicht geschafft, uns mehr Torchancen rauszuspielen“, sagte der Coach. Vor allem im letzten Drittel habe seiner Mannschaft die letzte Konsequenz gefehlt, obwohl die Spielanteile über weite Strecken auf ihrer Seite lagen.
Dass die Union Schardenberg aus diesem dominanten Auftreten nicht mehr machen konnte, hatte für Ammerl auch viel mit dem Gegner zu tun. Er betonte mehrmals, wie diszipliniert der SV Waizenkirchen gegen den Ball arbeitete. „Der Gegner hat wirklich sehr, sehr gut verteidigt“, sagte er und erklärte auch, warum seine Mannschaft nur schwer in gefährliche Räume kam. Waizenkirchen lief nicht ständig hoch an, wartete immer wieder ab und verteidigte dann aggressiv, sobald Schardenberg den Ball in die Angriffszone brachte. Deshalb wären aus seiner Sicht in der Offensive zusätzliche Tiefenläufe wichtig gewesen, also noch mehr Wechsel zwischen kurzen und tiefen Wegen. Trotzdem sparte Ammerl auch die eigenen Fehler nicht aus. „Die Gegentore waren leicht hergeschenkt“, sagte er offen. Gerade deshalb fiel sein Fazit nüchtern aus: „Unterm Strich geht das 2:2 schon in Ordnung.“ Einen Nebenschauplatz wollte er dabei gar nicht erst aufmachen. „Großes Kompliment an Schiedsrichter Bischof. Er hat wirklich eine hervorragende Partie gemacht.“ Für die Union steht damit nach zwei Runden ein solider Start mit vier Punkten, auch wenn dieses Remis vor allem die Erkenntnis mitbringt, dass bei so viel Ballbesitz im letzten Drittel noch mehr herauskommen muss.