In der 1. Klasse Nord-West hat sich die SPG Sigharting/Andorf 1b am Sonntagnachmittag mit 2:1 gegen die SPG St. Roman/Esternberg 1b durchgesetzt. Nach einem 0:1-Rückstand drehte die Heimelf die Partie noch vor allem deshalb, weil sie aus Sicht von Obmann Andreas Feichtlbauer über weite Strecken mutig nach vorne spielte und in der gegnerischen Hälfte gut abgestimmt war.

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Andreas Feichtlbauer sah seine Mannschaft von Beginn an in einer klaren Rolle. "Grundsätzlich haben unsere Spieler von Anfang an das Zepter in die Hand genommen und sehr mutig nach vorne gespielt", sagte der Obmann nach dem Spiel. Das passt auch zum Verlauf, denn obwohl die Gäste eine "grundsätzlich sehr ambitionierte Mannschaft" waren, kam Sigharting/Andorf 1b laut Feichtlbauer gut in die Partie und suchte von Anfang an den Weg nach vorne. Umso ärgerlicher aus Sicht der Gastgeber war deshalb der Rückstand in Minute 35, als Paul Jungwirth die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Noch vor der Pause gelang Richard Lukacs das 1:1, und gerade dieses Tor blieb Feichtlbauer in der Schilderung besonders präsent. "Das Tor war ein Nachschuss nach einem Freistoß. Der Ball wurde zwar noch vom Torhüter pariert, war aber deutlich hinter der Linie", sagte er. Mit diesem Ausgleich in Minute 42 ging es dann mit 1:1 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie nach Feichtlbauers Eindruck weiter in eine Richtung, die seiner Mannschaft entgegenkam. Er sprach von einem "sehr stabilen und ruhigen Spiel", auch wenn es aus seiner Sicht immer wieder einzelne Szenen gab, die für Diskussionen sorgten. Entscheidend war für ihn aber vor allem, dass seine Mannschaft ihrer Linie treu blieb und spielerisch weiter Lösungen fand. "Die spielerische Abstimmung, speziell in der gegnerischen Hälfte, war sehr gut", betonte Feichtlbauer. Genau daraus zog die Heimelf am Ende den entscheidenden Nutzen. In Minute 65 bekam Sigharting/Andorf 1b einen Foulelfmeter zugesprochen, Richard Lukacs übernahm die Verantwortung und schnürte mit dem 2:1 seinen Doppelpack. Auch dazu fand Feichtlbauer eine klare und knappe Beschreibung: "Der Elfmeter wurde staubtrocken verwertet." Mehr Tore fielen danach nicht mehr, damit blieb dieser Treffer die Entscheidung in einer Partie, die der Heimverein nach Rückstand noch drehte.
Ganz ohne Nebengeräusche verlief die Begegnung aus Sicht des Heimklubs allerdings nicht. Feichtlbauer erklärte, Schiedsrichter Hruby habe "bei einigen Entscheidungen nicht immer ein glückliches Händchen" gehabt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er die Partie nicht auf diesen Punkt reduzieren wollte. Vielmehr sprach er von einzelnen Szenen in einem ansonsten geordneten Spiel und schilderte, dass es aus seiner Sicht "sehr harte Grätschen des Gegners" gegeben habe, mit denen die Gäste zu mehr Spielanteilen kommen wollten. "Das hat sich nicht positiv auf das Spiel ausgewirkt", sagte er dazu. Trotz dieser Anmerkungen blieb der Ton nach dem Schlusspfiff sachlich. Feichtlbauer hob die Ambition des Gegners hervor und schickte noch einen fairen Wunsch hinterher: "Alles Gute dem Gegner für die weitere Meisterschaft und uns auch noch viele gute Spiele." Für die SPG Sigharting/Andorf 1b ist dieser 2:1-Heimsieg in Runde zwei jedenfalls ein Ergebnis, das zur Aussage des Obmanns passt: viel Initiative, eine schnelle Reaktion auf den Rückstand und am Ende die Belohnung durch zwei Tore von Richard Lukacs.