In der 1. Klasse Nord-West hat die Union Kogler-Dach Raab am Sonntagnachmittag gegen die Union eFiT Wesenufer einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Heimsieg verwandelt. Mustafa Taskin sah seine Mannschaft schon vor der Pause als das bessere Team, ärgerte sich aber über zwei Gegentreffer binnen weniger Minuten. Nach dem Seitenwechsel drehte Raab die Partie mit drei Treffern und belohnte sich doch noch.

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Was zur Pause noch gar nicht nach einem Heimsieg ausgesehen hatte, änderte sich nach dem Wechsel komplett. Zunächst brachte Matej Balek die Gäste in der 27. Minute mit 1:0 in Führung. Nur eine Minute später legte Christoph Jäger für Wesenufer das 2:0 nach. Mit diesem Doppelschlag ging es auch in die Kabinen. Raab brauchte nach Wiederbeginn aber nicht lange, um wieder da zu sein. Petr Czedron verkürzte in der 48. Minute auf 1:2, Jakub Mares stellte in der 55. Minute bereits auf 2:2, und in der 84. Minute machte Czedron mit seinem zweiten Treffer des Tages die Wende endgültig perfekt. Aus einem 0:2 zur Halbzeit wurde so noch ein 3:2.
Für Mustafa Taskin war die Partie trotz des Rückstands keine, in der seine Mannschaft unterlegen gewesen wäre. „In der ersten Halbzeit war Raab besser“, sagte der Sektionsleiter-Stellvertreter nach dem Spiel und legte mit Blick auf den weiteren Verlauf nach: „In der zweiten Halbzeit war Raab sowieso besser.“ Gerade deshalb blieb bei ihm hängen, dass Raab vor der Pause nach zwei Treffern gleich einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste. Taskin sprach von zwei „miesen Toren“ und machte die eigenen Fehler dabei offen zum Thema. „Die ersten zwei Tore waren Fehler vom Tormann“, sagte er. Dass seine Mannschaft danach nicht eingebrochen ist, sondern gleich nach dem Seitenwechsel den Anschluss schaffte, passte aus seiner Sicht wiederum gut zum gesamten Auftreten.
Die Schlüsse aus dem Spiel formulierte Taskin ebenso klar wie bodenständig. „Wir müssen defensiver spielen, und der Tormann muss konzentrierter sein. Sonst hat alles gepasst“, sagte er. Darin steckt auch, warum dieser Nachmittag in Raab trotz des Sieges nicht einfach nur als lockerer Erfolg abgehakt wird. Offensiv fand die Heimelf nach der Pause die richtigen Antworten und blieb am Drücker, defensiv sah der Funktionär aber Punkte, die besser werden müssen. Gleichzeitig verteilte er auch Lob an den Gegner. „Sie waren stark. Sie haben gut mitgehalten“, meinte Taskin über Wesenufer, das mit dem Doppelschlag vor der Pause lange sehr gute Karten auf einen Auswärtserfolg hatte.
Diskussionsstoff abseits des Ergebnisses sah Taskin keinen. „Die Leistung von Schiedsrichter Labmayer war sehr gut. Die Linienrichter waren auch sehr gut“, hielt er fest. Unterm Strich blieb für ihn ohnehin vor allem ein Satz stehen, mit dem sich seine Sicht auf dieses Spiel knapp zusammenfassen lässt: „Raab war besser.“ Genau daraus zog er auch seine Erklärung für die Wende. Nach dem 0:2 ließ sich die Union Raab nicht aus der Ruhe bringen, kam früh nach der Pause zurück und zog die Partie mit dem späten 3:2 noch auf seine Seite. In Runde zwei steht damit der erste Saisonsieg, und der dürfte vor allem deshalb Gewicht haben, weil die Raaber ein schon fast verlorenes Spiel noch gedreht haben.