In der 1. Klasse Nord-West hat sich die Union Kogler-Dach Raab am Sonntagnachmittag mit 3:1 gegen die Union Raiffeisen Prambachkirchen durchgesetzt und damit einen verdienten Heimsieg eingefahren. Nach dem 0:1 antworteten die Gastgeber noch vor der Pause mit drei Treffern und drehten die Partie klar. Sportchef Simon Wesner sah vor allem den Ausgleich als Wendepunkt und meinte nach dem Spiel: „Wir hätten viel höher gewinnen müssen.“

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Zunächst lief das Spiel für Raab ergebnistechnisch in die falsche Richtung. In der 18. Minute brachte Richard Öberseder den Aufsteiger per Freistoß in Führung, und genau dieses Tor blieb für Wesner der eine Moment, auf den er nach dem Schlusspfiff immer wieder zurückkam. „Der Ausgleich noch in der ersten Halbzeit, gleich nach dem blöden Freistoßtor, das war sicher die Schlüsselszene“, sagte der sportliche Leiter. Raab brauchte dann nicht lange, um die passende Antwort zu finden. In der 26. Minute glich Jakub Mares zum 1:1 aus. Die Gastgeber blieben danach am Drücker und kamen in der 29. Minute zum 2:1, das als Eigentor von Johannes Oberseder gewertet wurde. Noch vor der Pause legte Raab nach: Johannes Wilflingseder stellte in der 34. Minute auf 3:1, womit die Partie schon zur Halbzeit klar in Richtung Heimteam gekippt war.
Für Wesner war der Sieg nicht nur wegen des Spielstands, sondern auch wegen der Spielanteile klar verdient. „Das 3:1 war auch in dieser Höhe absolut verdient“, sagte er, schob aber sofort nach, dass ihm das Ergebnis fast noch zu knapp erschien. „Normal, wenn wir die Chancen machen, müssen wir 5:1 oder 6:1 gewinnen.“ Gerade in der ersten Halbzeit gefiel ihm das Auftreten seiner Mannschaft am meisten. Raab war im Kombinationsspiel sauberer als zuletzt, machte deutlich weniger einfache Fehler und kam so immer wieder in gute Situationen. „Wir haben sehr wenig Fehlpässe gemacht gegenüber letzter Woche“, erklärte Wesner und sprach insgesamt von „einer deutlichen Verbesserung bei den Fehlpässen und in der Einstellung“. Nach dem Seitenwechsel sah er die eigene Mannschaft nicht mehr ganz so klar im Rhythmus wie davor. Gleichzeitig blieb sein Eindruck bestehen, dass Raab das Spiel über weite Strecken kontrollierte, während Prambachkirchen nur vereinzelt zu Möglichkeiten kam. „Der Gegner hatte bis auf das Freistoßtor in der ersten Halbzeit keine Torchance“, sagte Wesner, ehe er für die zweiten 45 Minuten einräumte, dass die Gäste noch „ein, zwei Torchancen“ hatten.
Neben dem Ergebnis wollte Wesner nach dem Spiel noch einen anderen Punkt ausdrücklich hervorgehoben wissen. „Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass wir auf den Flügeln mit zwei eigenen Nachwuchsspielern gespielt haben“, sagte er. Mit Noah Baumann und Julian Gintenreiter setzte die Union Raab auf den Außenbahnen auf junge Kräfte aus dem eigenen Verein, später kam mit Fynn Esprester noch ein weiterer junger Spieler dazu. Auch das passte aus Sicht des sportlichen Leiters zu einem Nachmittag, der für die Gastgeber insgesamt stimmig verlief. Große Aufreger gab es laut Wesner keine. Er sprach von einigen strittigen Abseitssituationen auf beiden Seiten und von kleineren Gerangeln, bei denen es vielleicht noch die eine oder andere Gelbe Karte mehr hätte geben können, insgesamt aber von einem ruhigen Spiel ohne größere Diskussionen. Für Raab ist dieser 3:1-Heimsieg nach vier Runden jedenfalls ein wichtiger Schritt, um sich mit nun sechs Punkten ordentlich in der Liga einzusortieren. Noch wichtiger als die nackten Zahlen dürfte für die Gastgeber aber gewesen sein, dass sie nach dem Rückstand sofort die richtige Reaktion gezeigt und das Spiel dann konsequent auf ihre Seite gezogen haben.