In der 1. Klasse Nord-West hat sich UFC Haibach ob der Donau im Heimspiel gegen SV Guschlbauer Waizenkirchen mit 3:1 durchgesetzt. Trainer Markus Hinterleitner sprach danach von einer klaren Reaktion auf die derbe Niederlage der Vorwoche. Vor allem die Art und Weise gefiel ihm: Haibach war über weite Strecken spielbestimmend, ließ sich vom Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen und antwortete laut Coach „postwendend“.

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Für Hinterleitner begann die Partie schon so, wie er es sich nach der Trainingswoche erhofft hatte. Haibach war von Beginn an das aktivere Team, hatte nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel und setzte Waizenkirchen früh unter Druck. „Wir waren sehr spielbestimmend, ganz klar die bessere Mannschaft und haben eigentlich alles unter Kontrolle gehabt“, sagte der Trainer. Schon in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten habe seine Mannschaft drei gute Chancen vorgefunden. Belohnt wurde dieser Auftritt schließlich in der 40. Minute, als Jan Elias Oberndorfer einen Freistoß zum 1:0 verwandelte. Für Hinterleitner war das der „Dosenöffner“, nachdem seine Mannschaft zuvor schon einiges investiert hatte. Mit dieser Führung ging Haibach verdient in die Pause, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel kamen. In der 67. Minute glich Moritz Wolfsteiner zum 1:1 aus, doch lange hielt dieses Resultat nicht. Nur drei Minuten später stellte Sebastian Kaltseis auf 2:1, und genau diese Szene hob Hinterleitner nach dem Spiel besonders hervor: „Nach dem 1:1 haben wir sofort zurückgeschlagen. Das war sehr wichtig für uns.“ Den Schlusspunkt setzte erneut Kaltseis in der 86. Minute mit dem Treffer zum 3:1.
Der Trainer machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass dieser Sieg für ihn mehr war als nur das nackte Ergebnis. Nach der deutlichen Niederlage in der vergangenen Woche sei intern eine Antwort gefragt gewesen, und genau die habe seine Mannschaft geliefert. „Das war eine ganz klare Reaktion gegenüber der letzten Woche“, sagte Hinterleitner. Schon früh habe er das Gefühl gehabt, dass die Partie eher in Richtung der Heimischen kippen würde. Nicht, weil Haibach schnell geführt hätte, sondern weil die Mannschaft von Anfang an mit der richtigen Haltung auftrat. „Das war ein sehr beherzter Auftritt. Ganz super Einstellung von der ganzen Mannschaft“, betonte er. Besonders zufrieden war Hinterleitner mit den Grundlagen im Spiel seiner Elf. „Wir waren wieder ballsicher, wir waren wieder zweikampfstärker, spielerisch stärker. Das war sicher das grundlegende Argument heute.“ Gerade diese Mischung aus mehr Kontrolle am Ball und größerer Aggressivität in den Duellen sei für ihn der Unterschied gewesen. Haibach wirkte laut seinem Trainer giftiger und spritziger, ließ den Gegner lange nicht ins Spiel kommen und konnte deshalb die Partie über weite Strecken bestimmen.
So klar Hinterleitner seine Mannschaft vorne sah, ganz ohne kritische Töne kam seine Analyse nicht aus. Vor allem der Start in die zweite Halbzeit gefiel ihm nicht. „Da sind wir nicht gut reingekommen, da haben wir ein bisschen gebraucht“, erklärte er. Genau in dieser Phase musste Haibach den Ausgleich hinnehmen, nachdem Waizenkirchen zuvor schon in der ersten Hälfte die große Möglichkeit auf ein Tor gehabt hatte. Damals bekamen die Gäste einen Elfmeter zugesprochen, den Dominik Schlager im Haibacher Tor stark parierte. Für Hinterleitner war die Sache eindeutig: „Der Elfmeter war ganz klar, da gibt es keine zweite Meinung.“ Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft nach diesem Moment nicht den Faden verlor. Zugleich bescheinigte er Waizenkirchen durchaus Qualität, vor allem in der Offensive. „Sie haben vorne mit den Stürmern gute Qualität dejoch mit einen guten Tormann auch Devensiv ihre stärken“, sagte der Trainer. In Halbzeit eins seien die Gäste aber kaum zur Entfaltung gekommen, weil Haibach sie konsequent attackiert habe. Insgesamt sprach er aber von einer fairen Partie.
Am Ende blieb beim Haibacher Trainer vor allem der Eindruck hängen, dass seine Mannschaft an diesem Nachmittag gezeigt hat, was in ihr steckt. Hinterleitner erzählte, dass im Training unter der Woche schon zu spüren gewesen sei, wie die Gruppe auf die Niederlage zuvor reagieren wollte. „Wir waren im Training wieder richtig motiviert für diese Woche“, sagte er. Genau das habe sich dann auch im Spiel widergespiegelt. Deshalb verknüpfte er den 3:1-Erfolg nicht nur mit den drei Treffern oder den Punkten, sondern vor allem mit der Leistung als Ganzes. „Ein riesengroßes Lob an die ganze Mannschaft“, gab er seinen Spielern mit. Für Haibach war dieser Nachmittag also nicht bloß ein Heimsieg gegen Waizenkirchen, sondern ein Auftritt, der intern ein deutliches Zeichen setzte. Die Heimischen waren lange das bessere Team, hatten nach dem Ausgleich die richtige Antwort parat und brachten die Partie am Ende verdient nach Hause. Genau diese Mischung aus Kontrolle, Zweikampfstärke und Reaktion will Hinterleitner nun wohl auch in den kommenden Wochen wiedersehen.