In der 1. Klasse Nord-West hat sich SV Waizenauer Taufkirchen/Pram lange gegen die Union eFiT Wesenufer gewehrt, am Ende nahmen die Gäste aber einen 2:0-Erfolg mit. Sportchef Rene Dobetsberger sprach von einer ordentlichen Leistung, sah mehr Spielanteile bei seiner Mannschaft und räumte zugleich ein, dass in einer heiklen Phase nach der Pause auch das nötige Glück dabei war.

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Dass dieses Spiel zur Halbzeit noch keinen Sieger hatte, passte gut zum Eindruck, den Dobetsberger nach dem Schlusspfiff schilderte. „Das Spiel war von Anfang an ziemlich ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten schon mehr Spielanteile, haben daraus aber wenig Kapital geschlagen“, sagte der sportliche Leiter der Gäste. Genau darin lag lange der Charakter dieser Partie. Wesenufer hatte nach seiner Sicht zwar etwas mehr vom Spiel, konnte diesen Vorteil zunächst aber nicht in Zählbares ummünzen. Taufkirchen hielt dagegen und sorgte dafür, dass die Begegnung bis zur Pause offen blieb. Mit dem 0:0 nach 45 Minuten war für beide Seiten noch alles drin, auch weil keine Mannschaft dem Spiel schon davor klar ihren Stempel aufdrücken konnte.
Den wichtigsten Abschnitt des Nachmittags sah Dobetsberger direkt nach dem Seitenwechsel. „Spannend war auf alle Fälle der Beginn der zweiten Halbzeit. Da hatten wir ein bisschen Probleme, wieder ins Spiel zurückzufinden, und Taufkirchen agierte da ein wenig drangvoller. Das haben wir aber gut überstanden“, sagte er. Genau diese Minuten waren aus Sicht der Gäste der Punkt, an dem die Partie auch in die andere Richtung hätte laufen können. Weil Wesenufer diese Phase aber ohne Gegentor überstand, blieb die Tür für den Auswärtssieg offen. Danach nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten konsequenter als noch davor. In der 68. Minute brachte Pavel Hajek Wesenufer mit 1:0 in Führung, sieben Minuten später legte Matej Balek das 2:0 nach. Aus einer Partie, in der lange wenig Abstand zwischen den Teams war, wurde damit innerhalb kurzer Zeit ein Auswärtssieg.
Dobetsberger führte den Erfolg vor allem auf die Art und Weise zurück, wie seine Mannschaft als Einheit auftrat. „Besonders gut funktioniert haben natürlich die Einstellung, die geschlossene Mannschaftsleistung und der Kampfeswille bis zum Schluss, um das Spiel über die Runden zu bringen und drei Punkte mitzunehmen“, sagte er. Gleichzeitig bewertete er auch den Gegner nüchtern. Der SV Taufkirchen sei „natürlich präsent“ gewesen, meinte Dobetsberger, fügte aber auch an: „Grundsätzlich hätten wir wahrscheinlich ein bisschen mehr erwartet.“ Ganz vom Glück wollte er den Erfolg dennoch nicht trennen. „Die Chancen waren natürlich auch da, ein Tor zu erzielen. Unter dem Strich hatten wir das Glück auf unserer Seite“, sagte er offen. Diskussionsstoff gab es laut dem Funktionär dabei keinen. „Schiedsrichter Klaffenböck hat eine tadellose Leistung abgeliefert, hatte das Spiel unter Kontrolle, und es gab keine kritischen oder strittigen Situationen.“ Umso mehr freute ihn daher der Ertrag: „Drei Punkte wieder einmal auswärts in Taufkirchen zu machen, ist natürlich besonders schön. Das ist doch schon etwas länger her.“ Mit Blick auf die Tabelle und die nächsten Wochen ordnete Dobetsberger den Sieg außerdem größer ein. Die Liga sei sehr ausgeglichen, die Meisterschaft werde wohl wieder eng, und „da ist jeder Punkt hilfreich für den Klassenerhalt“.