In der 1. Klasse Nord-West musste sich die ASKÖ Sparkasse Eferding/Fraham bei der SPG Sigharting/Andorf 1b mit 1:3 geschlagen geben. Nach dem schnellen Ausgleich direkt nach der Pause war für die Gäste noch alles offen, am Ende blieb bei Christoph Mente aber vor allem ein Eindruck hängen: Es fehlte an Konstanz, dazu kamen Eigenfehler in der Schlussphase und zu wenig Konsequenz im Abschluss.

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Christoph Mente machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn weniger das nackte Ergebnis als vielmehr die eigene Leistung störte. „Grundsätzlich war die Leistung nicht die beste von unserer Mannschaft“, sagte der sportliche Leiter. Ganz schwach sah er den Auftritt seiner Elf aber auch nicht, denn Eferding/Fraham habe „streckenweise sehr gut gespielt“. Nur brachte die Mannschaft daraus zu wenig Ertrag. Nach 23 Minuten gingen die Gastgeber durch Richard Lukacs mit 1:0 in Führung, und genau diese Szene sorgte bei Mente für Unmut. „Beim ersten Tor war es aus meinem Empfinden eine klare Abseitsstellung des Außenspielers“, meinte er. Der Treffer zählte jedoch, und so mussten die Gäste mit einem Rückstand in die Pause gehen.
Umso wichtiger war aus Sicht von Eferding/Fraham die Reaktion direkt nach dem Seitenwechsel. Attila Gyurcsik stellte in der 47. Minute auf 1:1, damit war die Partie wieder völlig offen. Gerade in dieser Phase hätte sich das Spiel für die Gäste in eine gute Richtung entwickeln können, doch Mente sah genau dort das Hauptproblem des Nachmittags. „Der entscheidende Punkt war die Konstanz unserer Mannschaft. Wir waren nicht konstant präsent am Platz“, sagte er. Seine Mannschaft konnte den Druck nicht lange genug hochhalten und das eigene Spiel nicht klar genug durchziehen. „Wir haben streckenweise sehr gut gespielt, aber den Torabschluss vermissen lassen. Zu wirklich guten Chancen sind wir nicht gekommen, und die, die wir gehabt haben, haben wir nicht genutzt“, erklärte Mente.
Je länger die Partie dauerte, desto mehr sprach aus den Aussagen des sportlichen Leiters heraus, dass Eferding/Fraham sich das Ergebnis in der Schlussphase selbst schwer gemacht hat. In der 84. Minute traf Richard Lukacs zum 2:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Mente sprach bei diesem Gegentor von einem Stellungsfehler in der Defensive und verwies zusätzlich darauf, dass aus seiner Sicht auch ein Foul an seinem Verteidiger möglich gewesen wäre. Den größeren Punkt sah er trotzdem bei der eigenen Mannschaft. „Durch Eigenfehler haben wir leider das zweite und das dritte Tor erhalten“, sagte er. In der Nachspielzeit sorgte Ege Muhammet Özdemir mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung. Auch bei diesem Treffer erkannte Mente einen individuellen Fehler und meinte, seine Mannschaft habe in dieser Szene bereits „mehr oder weniger abgeschaltet“.
Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften fasste Mente nach der Partie recht klar zusammen. „Sigharting hat das sehr gut ausgenutzt“, sagte er, und beim Blick auf den Gegner legte er nach: „Die SPG war im Torabschluss stärker und effizienter.“ Dass ihn auch einige Entscheidungen von Schiedsrichter Loher beschäftigten, sprach er offen an, ohne daraus die alleinige Erklärung für die Niederlage zu machen. Viel schwerer wog für ihn, dass die ASKÖ Eferding/Fraham nach dem Ausgleich nicht stabil genug blieb und das Spiel am Ende „relativ spät aus der Hand gegeben“ hat. Nach sechs Runden halten die Gäste nun bei acht Punkten, während Sigharting/Andorf 1b mit zwölf Zählern im oberen Bereich dranbleibt. Für Eferding/Fraham ist die Richtung damit klar vorgegeben: konstanter auftreten, die wenigen Chancen besser nutzen und sich späte Gegentore nicht noch einmal so leicht einhandeln.