In der 1. Klasse Nord-West hat Union Kogler-Dach Raab gegen Schärding SV klar mit 0:4 verloren. Für Trainer Horst Dieter Gruber war vor allem der frühe Doppelschlag der Schlüssel, weil seine Mannschaft danach genau das auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte. „Heute war unsere Effizienz da“, sagte der Schärdinger Coach nach einem Auswärtssieg, den er unterm Strich als verdient einstufte.

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Für Gruber begann die Partie genau so, wie man sich ein Auswärtsspiel bei einem starken Gegner wünscht. „Mit dem frühen 1:0 und 2:0 gibt dir das Spiel sehr bald eine komfortable Seite“, sagte der Trainer. Dominik Schwaiger brachte die Gäste in der 15. Minute in Führung, Semir Dedic legte in der 22. Minute das 0:2 nach. Bis zur Pause hatte Schärding damit nicht nur das Ergebnis auf seiner Seite, sondern auch die Spielidee klar umgesetzt. Der Coach sprach von einer kompakten ersten Hälfte, in der seine Mannschaft gegen den Ball sauber arbeitete und Raab über weite Strecken nicht richtig ins Spiel kommen ließ. Die Gastgeber versuchten es laut Gruber immer wieder mit langen Bällen hinter die Abwehr, da wir das Zentrum sehr gut geschlossen haben, doch genau diese Situationen verteidigte sein Team vorerst sehr ordentlich weg.
Ein zentrales Thema in Grubers Analyse war die Chancenverwertung. In den vergangenen Wochen hatte Schärding laut dem Trainer mit der eigenen Effizienz gehadert, diesmal fiel genau dieser Punkt auf die richtige Seite. „Heute war unsere Effizienz einfach da. Wir haben mehr oder weniger mit der zweiten oder dritten Torchance das erste Tor gemacht und dann natürlich auch das zweite“, erklärte er. Das 0:1 beschrieb Gruber auch konkret: Schwaiger habe die Szene „ganz gut“ gelöst, sich den Ball mit links vorgelegt, den Gegenspieler durch die Beine gespielt und dann trocken ins lange Eck abgeschlossen. Nach dem Seitenwechsel bekam Raab mit seinen weiten Bällen zwar etwas öfter Räume hinter die Kette, doch mit dem 0:3 durch Michael Angleitner in der 60. Minute blieb Schärding in einer starken Position und hatte das Spiel weiter im Griff.
Dass hinten die Null stand, war für den Schärdinger Trainer mindestens ebenso wichtig wie die vier Tore. Gruber lobte die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball ausdrücklich und machte klar, dass dieser Sieg nicht nur aus der Offensivleistung entstand. „Du kannst eine Mannschaft wie Raab mit dieser Qualität nicht ganz aus dem Spiel nehmen, aber unterm Strich haben wir gut gegen den Ball und auch gut mit dem Ball gearbeitet“, sagte er. Den Gastgebern sprach er einen klaren Plan nicht ab: hinten herausspielen, dann mit langen Bällen einen Stürmer suchen, auf zweite Bälle gehen und hinter die Kette kommen. Gerade deshalb bewertete er es hoch, dass seine Elf diese Situationen meist sauber wegverteidigte und Raab nur phasenweise zu Möglichkeiten kam. Besonders die erste Halbzeit hob der Trainer hervor, weil seine Mannschaft dort sehr kompakt auftrat und wenig zuließ.
Den Schlusspunkt setzte wieder Dedic, der in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer des Tages zum 0:4 vollendete. Für Gruber passte damit auch das Endergebnis zum gesamten Auftritt seiner Mannschaft. „Unterm Strich sind wir schon der verdiente Gewinner. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht“, hielt der Trainer fest. Viel wichtiger war ihm, dass seine Mannschaft den Matchplan durchzog und nach dem 0:2 nicht nachließ. Mit dem Auswärtssieg steht Schärding nach sieben Runden mit 17 Punkten an der Spitze der Tabelle. Oder, wie es der Coach selbst formulierte: „Wenn wir ins Rollen kommen, sind wir einfach eine gute Mannschaft.“