In der 7. Runde der 1. Klasse Nord-West hat sich Union Steinbrunn Schardenberg am Sonntag mit 1:0 gegen Union Josko Kopfing durchgesetzt. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied Daniel Kothbauer die Partie kurz nach dem Seitenwechsel. Trainer Maximilian Ammerl sprach von einem verdienten Heimsieg, weil seine Mannschaft kaum etwas zuließ, immer wieder gefährlich nach vorne kam und trotz gleich sechs Ausfällen als geschlossene Einheit auftrat.

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Über weite Strecken entwickelte sich eine Partie, in der Schardenberg sehr ordentlich gegen den Ball arbeitete und den Gästen nur wenig anbot. Ammerl sprach im Rückblick von einem verdienten Sieg, weil seine Mannschaft „bis auf eine Chance in der ersten Halbzeit keinerlei gefährliche Chancen“ zugelassen habe. Gleichzeitig setzte sein Team laut Trainer immer wieder „gefährliche Nadelstiche“ nach vorne, auch wenn es bis zur Pause noch beim 0:0 blieb. Direkt nach dem Seitenwechsel fiel dann die Entscheidung. In der 49. Minute traf Daniel Kothbauer zum 1:0, und genau dieses Tor war für Ammerl die logische Belohnung für den Auftritt seiner Elf. Die Entstehung schilderte er so: „Wir haben es wieder geschafft, über außen durchzubrechen, dann nach innen zu ziehen und den Ball richtig gut zu treffen.“
Dass dieser Sieg intern einen besonderen Wert hatte, begründete der Schardenberg-Coach vor allem mit der angespannten Personalsituation. „Wir hatten heute sechs Ausfälle, also sechs Spieler, die jederzeit den Anspruch haben, bei uns in der Startelf zu stehen“, sagte Ammerl. Gerade deshalb sei der Erfolg für ihn ein Beleg dafür, dass derzeit nicht nur die erste Garnitur funktioniere. Er bezog ausdrücklich den ganzen Verein mit ein und machte klar, dass für ihn auch die 1B ein Teil dieser Stärke ist: „Da gehört die 1B bei uns mit dazu, weil man ohne Bedenken jeden Spieler reinwerfen kann.“ Für Ammerl steckt darin mehr als nur Kaderbreite. Er sieht darin einen Grund, warum seine Mannschaft auch in schwierigeren Phasen stabil bleibt, eng zusammensteht und man „jedem blind vertrauen kann“.
Mindestens genauso wichtig wie das Ergebnis war für Ammerl die Art und Weise, wie Schardenberg dieses 1:0 über die Zeit gebracht hat. „Wir haben mit Leidenschaft und mit allem, was wir gehabt haben, verteidigt“, sagte der Trainer und brachte damit den Unterschied des Nachmittags auf den Punkt. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft vor dem Tor „den Ticken kaltschnäuziger“ war. Schon in der Vorwoche habe seine Elf in den einfachen Dingen ein gutes Niveau gezeigt, diesmal sei das wiederzusehen gewesen. „Das gesamte Auftreten der Mannschaft, und da spreche ich wirklich von allen 15 Leuten im Kader, war extrem positiv“, meinte Ammerl. Positivität, Aggressivität und viel Arbeit gegen den Ball hob er dabei besonders hervor. Auch rund um den Spielverlauf gab es für ihn nichts, was vom Wesentlichen ablenkte: „Das hat gepasst. Alles gut“, sagte er zur Leistung des Schiedsrichterteams.
Nach dem Schlusspfiff wollte der Trainer den Erfolg deshalb nicht einfach nur abhaken, sondern gleich in die kommenden Wochen mitnehmen. Für ihn war der knappe Heimsieg vor allem ein Hinweis darauf, in welche Richtung es weitergehen soll. „Genau da müssen wir jetzt weitermachen und dürfen keinen Millimeter nachlassen“, forderte Ammerl. Gemeint war damit nicht nur die fußballerische Seite, sondern vor allem das Gesamtpaket, das seine Mannschaft derzeit auf den Platz bringt. Weil Schardenberg gegen Kopfing hinten wenig zuließ, als Einheit auftrat und den einen entscheidenden Angriff nutzte, war das 1:0 für den Trainer folgerichtig. Jetzt geht es aus seiner Sicht darum, dieses Level zu halten und die Basics, die Leidenschaft und die mannschaftliche Geschlossenheit auch in den nächsten Spielen wieder auf den Platz zu bringen.