In der 1. Klasse Nord-West hat SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram am Sonntag ein 0:2 in einen 3:2-Heimsieg gegen Union Kogler-Dach Raab verwandelt. Nach einer klaren Anfangsphase der Gäste lag Taufkirchen früh zurück, kam aber durch den Anschlusstreffer zurück und drehte die Partie nach der Pause noch komplett. Trainer Rudolf Zauner sprach von einem „sehr, sehr wichtigen“ Sieg im Kampf um den Anschluss.

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Aus Sicht von Rudolf Zauner war die Geschichte dieses Spiels zunächst schnell erzählt. „Die ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten haben wir völlig verschlafen“, sagte der Trainer offen. Raab sei in dieser Phase „völlig überlegen“ gewesen und habe sich die Führung auch verdient. Das spiegelte sich früh auf der Anzeigetafel wider: Florian Bachschweller brachte die Gäste in der 8. Minute in Front, Michael Zweimüller erhöhte in der 17. Minute auf 2:0. Zauner machte keinen Hehl daraus, dass dieser Zwischenstand aus seiner Sicht absolut in Ordnung ging. „Raab war zu Recht 2:0 in Führung“, sagte er und beschrieb damit einen Beginn, in dem bei den Gastgebern zunächst wenig zusammenlief.
Dass die Partie trotzdem kippte, führte der Taufkirchner Trainer vor allem auf das 1:2 zurück. „Wichtig war wahrscheinlich der Anschlusstreffer“, sagte Zauner, und genau so wirkte dieses Tor auch auf den weiteren Verlauf. Patrick Silvio Egger verkürzte in der 27. Minute, nach Einschätzung des Trainers begünstigt durch einen Fehler des Raaber Tormanns. „Das war aus dem Nichts mehr oder weniger“, meinte Zauner, der in dieser Szene auch das nötige Glück auf Seiten seiner Mannschaft sah. Danach, so seine Wahrnehmung, sei Taufkirchen deutlich besser ins Spiel gekommen. Gleichzeitig habe Raab nach dem 2:0 nachgelassen. „Sie haben nach dem 2:0 aufgehört zu spielen“, sagte Zauner. Mit dem 1:2 zur Pause war die Partie jedenfalls wieder offen.
In der zweiten Halbzeit sah Zauner dann eine andere Taufkirchner Mannschaft. Seine Elf habe zurück ins Spiel gefunden und den Sieg „wirklich mehr gewollt“, wie er es formulierte. Den Ausgleich besorgte Julian Spitzenberger in der 66. Minute, wobei dieses 2:2 aus Sicht des Trainers die einzige wirklich strittige Szene des Nachmittags war. „Die einen haben gesagt, das könnte Abseits gewesen sein. Es war sicher knapp. Die anderen haben gesagt, das war kein Abseits“, ordnete Zauner die Diskussion ein. Gleichzeitig betonte er, dass die Leistung des Unparteiischen insgesamt kein Thema gewesen sei: „Der Schiedsrichter hat im Großen und Ganzen sehr gut gepfiffen.“ Zehn Minuten nach dem Ausgleich schlug Spitzenberger noch einmal zu und erzielte in der 76. Minute per Freistoß das 3:2. Zauner sprach dabei von einem „wunderbaren Freistoß“.
Am Ende stand für Taufkirchen damit ein Sieg, der aus Sicht des Trainers über die 90 Minuten hinaus Bedeutung hat. Nach einem Spiel, das mit einer schlechten Anfangsphase begonnen hatte, blieb vor allem die Reaktion seiner Mannschaft hängen. Zauner hob weniger einzelne Abläufe hervor als die Tatsache, dass seine Elf nach dem Rückstand wieder in die Partie fand und speziell nach der Pause zulegte. „Für uns war dieser Sieg natürlich sehr, sehr wichtig, weil wir dadurch den Anschluss ans hintere Mittelfeld hergestellt haben“, sagte der Trainer. Genau darum ging es an diesem Nachmittag: nicht nur um drei Punkte, sondern auch darum, nach dem 0:2 noch rechtzeitig die Kurve zu bekommen und sich in der Tabelle weiter in Schlagdistanz zu halten.