Im Derby zwischen SV Lichtenberg und dem SV Gramastetten in der 1. Klasse Nord überwogen nach Abpfiff Erleichterung und Stolz. Der Sportliche Leiter Lukas Steidl ordnete die Begegnung als hart geführten Abstiegskampf mit neun gelben Karten und einer gelb-roten ein, sprach von einem leichten Chancenplus für seine Mannschaft und nannte den Ausgang „unter dem Strich verdient“. Prägend waren dabei defensive Stabilität, disziplinierte Abläufe – und der klare Vorsatz, den aktuellen Lauf mitzunehmen.

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Die Tonlage war früh gesetzt: viele Duelle, erhöhte Körperlichkeit und ein Spiel, in dem kaum ein Zentimeter kampflos hergegeben wurde. Steidl fasste das Geschehen so zusammen: Es sei „ein sehr kampfbetontes Spiel mit insgesamt neun gelben Karten und einer gelb-roten Karte“ gewesen – bei einem Derby im Abstiegskampf „logisch“. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ruppig; die zweite Halbzeit sei „sehr hitzig“ verlaufen. Zahlreiche Unterbrechungen, hohe Laufbereitschaft und das ständige Ringen um Vorteile im Mittelfeld prägten die Partie.
Aus Sicht von Gramastetten blieb die Grundordnung intakt – getragen von konsequenter Duellführung und einer kompakten Restverteidigung. „Taktisch vom Trainer alles eingehalten. Die Null steht und das eine Tor haben wir geschossen“, sagte Steidl. Den Unterschied auf der Anzeigetafel stellte in der 17. Minute Amar Music her, der mit dem 1:0 die Weichen stellte. Danach blieb Gramastetten defensiv verlässlich, ließ über weite Strecken kaum Hochkaräter zu und suchte im Umschalten die Entscheidung: Es habe „noch ein, zwei Chancen im Konterspiel“ gegeben, um ein zweites Tor nachzulegen. Bemerkenswert: Die Gäste sind nun seit vier Partien ohne Gegentreffer – ein Wert, der in einem Derby mit dieser Härte zusätzlich Gewicht hat.
In der Einordnung des Spielcharakters sah Steidl zur Pause ein leichtes Ballbesitzplus beim Gegner; nach dem Wechsel hatte Lichtenberg naturgemäß mehr vom Ball. Dass Gramastetten dennoch über die Stabilität kam, erklärte sich aus der klaren Rollenverteilung: kompakt stehen, Umschaltmomente setzen, in den entscheidenden Szenen zupacken. Bei den individuellen Eindrücken hob er zwei Defensivakteure hervor: Manuel Ranninger und Alexander Weigl überzeugten mit Präsenz und Klarheit in den Duellen. Der Tenor nach dem Abpfiff blieb optimistisch: „Wir haben jetzt vier Spiele mit zehn Punkten – ungeschlagen und ohne Gegentor. Diesen Lauf wollen wir mitnehmen und auch in den nächsten drei Spielen weiterhin keine Niederlage.“