In der 1. Klasse Nord feierte der SV Hellmonsödt gegen die SPG Walding/Rottenegg einen 4:1-Heimsieg, der vor allem nach der Pause überzeugte. Nach einem umkämpften ersten Abschnitt mit vielen Fehlpässen trafen die Gäste zuerst, doch die Hausherren antworteten sofort. Trainer Marian Haider sprach von einem entscheidenden Moment und lobte später eine druckvolle zweite Halbzeit mit mehreren klaren Chancen – ein verdienter Dreier, der Selbstvertrauen geben soll.

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Der Start hatte es in sich: Marian Haider sprach von einer ersten Halbzeit, in der „es sehr viele Zweikämpfe gab“ und „beide Mannschaften sehr hoch attackiert haben“. „Es war wenig Spielfluss, gefühlt jeder zweite, dritte Pass war ein Fehlpass. Es war Platz da, aber uns hat der Mut gefehlt und wir waren zu hektisch“, ordnete der Hellmonsödter Coach ein. In dieser wilden Phase gingen die Gäste durch Sandro Pöllendorfer in Minute 30 mit 0:1 in Front. Doch Hellmonsödt antwortete sofort: Nur eine Minute später stellte Thomas Oyrer auf 1:1 – und das laut Haider spektakulär. „Der Schlüsselmoment war klar das direkte 1:1. Vom Anstoß, direkt über den Tormann – das war der Gamechanger für uns.“ Mit dem Pausenpfiff stand es 1:1, die Partie war völlig offen.
Aus der Kabine kam Hellmonsödt wie ausgewechselt. „In der zweiten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft. Wir haben Chancen auf Chancen kreiert, gefühlt fünf, sechs wirklich gute“, sagte Haider. Die Führung besorgte in der 51. Minute Jürgen Enzenhofer zum 2:1. Hellmonsödt blieb am Drücker und legte nach: In der 60. Minute traf Felix Reisenberger zum 3:1 – Haider lobte die Vorlage: „Eine gute Aktion über David Mühlberger, perfekter Stanglpass, und Felix schiebt ein.“ Die Gäste fanden nun kaum noch Entlastung, Hellmonsödt war aggressiver und schneller in den Aktionen. Den Schlusspunkt setzte Tobias Seyr zum 4:1 (85.). „Das 4:1 ist dann per Elfmeter passiert, aber es war aufgrund unserer zweiten Halbzeit ein absolut verdienter Sieg“, betonte der Trainer.
Auch im Sieg blieb Haider selbstkritisch. „Wir brauchen mehr Mut mit Ball. Auf unserem großen Platz sind Räume da, aber wir müssen schneller spielen, mit zwei Kontakten lösen. Erste Halbzeit war das zu schlampig, viele technische Fehler“, sagte er. Walding/Rottenegg presste mit vielen Leuten vorn. „Die waren oft mit vier Spielern vorn, das war wie ein 4-2-4 und hat unsere Dreierkette unter Druck gesetzt. Zwischen ihrem Sechser und den Stürmern waren aber große Räume – wenn wir schneller gespielt hätten, hätten wir da viele Bälle hineinspielen können.“
Mit Fortdauer schwanden beim Gegner die Körner. „Wir waren läuferisch stärker, dem Gegner ist in der zweiten Halbzeit die Kondition ausgegangen. Wir konnten zulegen und hatten gute Wechsel“, so Haider. Zur Schiri-Linie meinte er: „Insgesamt war es solide.“ Mit dem Dreier steht Hellmonsödt bei 30 Punkten auf Rang sechs, Walding/Rottenegg hält bei 20 Zählern auf Platz elf. Der Plan für die kommenden Wochen ist klar: die neue Ruhe am Ball festigen – und weiter so konsequent wie nach der Pause auftreten.