Spielberichte

David Koblmüller (Co-Trainer SV Lichtenberg): "Erste Halbzeit war eine Katastrophe"

SV Lichtenberg
Union Neufelden

Im Duell der 1. Klasse Nord setzte sich die Union BIOHORT Neufelden beim SV Lichtenberg mit 1:0 durch – der späte Treffer fiel in Minute 90+2. Lichtenbergs Co-Trainer David Koblmüller sprach von zwei Gesichtern: vor der Pause die klareren Gäste, nach der Pause ein beherztes Heimteam mit guten Chancen. „Es ist extrem bitter, dass wir mit diesem Last-Minute-Tor die Niederlage hinnehmen mussten“, sagte Koblmüller. Das knappe Ergebnis passt zur Lage: Lichtenberg steckt tief im Abstiegskampf, und gerade solche Spiele tun doppelt weh.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Neufelden schlägt spät zu – Lichtenberg steigert sich nach der Pause

Über weite Strecken lief es genau so, wie David Koblmüller es schildert. „In der ersten Halbzeit war Neufelden für mich die bessere Mannschaft“, erklärte der Co-Trainer, und trotzdem stand es zur Pause 0:0. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren zu, kamen besser in die Zweikämpfe und zu Möglichkeiten – belohnten sich aber nicht. „Wir waren die bessere Mannschaft mit guten Torchancen“, so Koblmüller, der den Ausgang umso schwerer schlucken musste. Denn in der 90.+2. Minute entschied Maximilian Hirnschrodt die Partie zugunsten der Gäste. Koblmüller beschrieb die Szene knapp: „Neufelden hat einen guten Steilpass gespielt, ist im Eins-gegen-eins auf den Tormann zu und hat in der 92. Minute den Lucky Punch erzielt.“ Ein später Stich, der Lichtenbergs Aufholarbeit zunichtemachte.

„Nicht am Platz“ vor der Pause, dann Umstellung und Aufbäumen

Woran hakte es vor der Pause? Koblmüller wurde deutlich: „Wir waren noch nicht am Platz, hatten mit der Hitze zu kämpfen. Die Neufeldner waren bei jeder Situation einen Schritt schneller und die aktivere Mannschaft, wir kamen sehr, sehr schwer ins Spiel.“ In der Kabine reagierte das Trainerteam. „Unser Trainer hat auf eine Viererkette umgestellt, dazu gab’s eine Motivationsansprache“, berichtete der Co-Trainer. Der Effekt war spürbar: Lichtenberg kam wacher aus der Pause, zog das Spiel phasenweise auf seine Seite und arbeitete sich Chancen heraus. „Zweite Halbzeit war in Ordnung, wir hatten die ein oder andere Möglichkeit – der Stangenschuss an die Innenstange war unsere beste.“ 

Keine Ausreden, klarer Fokus und ein Blick auf die Tabelle

Eine Schiedsrichter-Debatte wollte Koblmüller gar nicht erst aufkommen lassen. „Der Schiedsrichter hatte null Anteil am für uns negativen Ausgang der Partie“, stellte er klar. Für ihn lag der Unterschied anderswo: „Neufelden war die effizientere Mannschaft. Sie haben ihre Torchancen genutzt.“ Daraus leitet Lichtenberg seine Hausaufgaben ab. „Der Fokus muss in den nächsten Trainingswochen auf dem Abschluss liegen. Wir erzielen zu wenig Tore, verlieren die Partien knapp. Wir legen ein Augenmerk darauf, klarere Torchancen zu kreieren“, kündigte Koblmüller an. In der Tabelle steht Lichtenberg nach 20 Runden bei 17 Punkten auf Rang 13, während Neufelden mit 26 Zählern im gesicherten Mittelfeld rangiert. Trotz der Schwere der Situation gibt Koblmüller die Richtung vor: „Wir haben das letztes Jahr bereits gemeistert und werden auch diesmal wieder den Weg aus dem Abstiegskampf schaffen.“

1. Klasse Nord: Lichtenberg : Neufelden - 0:1 (0:0)

  • 92
    Maximilian Hirnschrodt 0:1