Spielberichte

Stefan Eidenberger (Trainer Union Oberaigner Nebelberg): "Wir waren die cleverere Mannschaft"

Union Neufelden
Union Nebelberg

In der 1. Klasse Nord feierte Union Oberaigner Nebelberg einen 3:1-Auswärtssieg bei Union BIOHORT Neufelden. Nach einer souveränen ersten Hälfte führten die Gäste 2:0, nach der Pause kam Neufelden rasch heran, ehe Alexander Wurm mit dem 3:1 die Partie entschied. Trainer Stefan Eidenberger sprach von einem verdienten Erfolg und hielt fest: „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft und am Ende die cleverere, abgezocktere Truppe.“

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nebelberg kontrolliert lange, Neufelden antwortet – Wurm setzt den Schlusspunkt

Nebelberg bekam die Partie früh in den Griff. „Wir wussten, wie Neufelden agiert, und haben das in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und sind verdient 2:0 in Führung gegangen“, sagte Stefan Eidenberger. Sebastian Fenzl eröffnete in Minute 21 zum 0:1, Lukas Löfler legte in der 35. Minute das 0:2 nach – zur Pause stand es 0:2. Nach dem Wechsel kam die Heimelf sofort zurück: Matthias Brunninger traf in der 51. Minute zum 1:2. „In den ersten fünfzehn Minuten nach der Pause haben wir ein bisschen den Faden verloren“, gab Eidenberger offen zu. Genau in dieser Phase brauchte es die passende Antwort – und die lieferte Nebelberg. In Minute 71 stellte Alexander Wurm wieder auf plus zwei. Eidenberger beschrieb die Szene so: „Es war ein Angriff über die Seite. Aus gut zwanzig Metern kam ein Schuss, und unser Kapitän Alex Wurm fälschte den Ball mit dem Fuß ins Tor ab.“ Für den Trainer war klar: „Nach dem 3:1 war die Sache fast erledigt.“

Eidenberger lobt den Auftritt, moniert aber fehlende Klarheit im letzten Drittel

In seiner Analyse fand der Nebelberg-Coach viel Lob für seine Mannschaft. „Prinzipiell war ich mit der spielerischen Leistung sehr zufrieden“, betonte Eidenberger. Gleichzeitig sah er vor allem nach der Pause noch Luft nach oben: „Speziell in der zweiten Halbzeit hatten wir im Spiel nach vorne Probleme. Wir hatten zwei, drei sehr gute Möglichkeiten, konnten diese Situationen aber nicht richtig fertig spielen.“ Genau diese Konsequenz im letzten Drittel will Nebelberg nachschärfen. Am Gesamtbild änderte das wenig: „In Summe war der Sieg sehr verdient“, so der Trainer, der seine Elf als „giftig und aggressiv“ beschrieb – mit dem klaren Zusatz, dass sie in den entscheidenden Momenten die reiferen Entscheidungen traf.

Neufelden mit langen Bällen gefährlich – strittige Szenen und Blick auf die Tabelle

Zum Gegner hatte Eidenberger eine klare Einschätzung: „Neufelden hat genau so gespielt, wie erwartet – kompakt hinten und mit langen Bällen.“ Vorne sorgte Matthias Brunninger immer wieder für Gefahr, hinten führte Raphael Brunninger die Kette an – „diese Achse hat sehr gut funktioniert“, sagte der Nebelberg-Trainer. In der Luft sei die Heimelf überlegen gewesen: „Bei den langen Bällen war Neufelden besser, kopfballtechnisch stärker.“ Über die Spielleitung urteilte Eidenberger grundsätzlich positiv, erwähnte aber eine knifflige Szene: „Mitte der zweiten Halbzeit hätte es beim Stand von 2:1 für Neufelden Elfmeter geben können. Zum Glück wurde nicht gepfiffen.“ Sportlich bleibt das Fazit eindeutig: „Wir waren die cleverere, abgezocktere Mannschaft.“ Mit dem Auswärtssieg behauptet Nebelberg die Tabellenspitze und hält nach 21 Runden bei 46 Punkten, Neufelden rangiert mit 26 Zählern im gesicherten Mittelfeld. Für die Gäste heißt es nun, den Schwung mitzunehmen und weiter konsequent zu punkten.

1. Klasse Nord: Neufelden : Nebelberg - 1:3 (0:2)

  • 71
    Alexander Wurm 1:3
  • 51
    Matthias Brunninger 1:2
  • 35
    Lukas Löfler 0:2
  • 21
    Sebastian Florian Fenzl 0:1