In der 1. Klasse Nord trennten sich Union Neustift/Oberkappel und AVIVA Waldmark St. Stefan mit 0:0. Für St. Stefan war es ein intensives Nachbarschaftsduell, in dem die Gäste laut Trainer Rudolf Damberger spielerisch überzeugten und hinten kaum etwas zuließen. In der Schlussphase sah er sein Team dem Sieg näher, der entscheidende Treffer fiel aber nicht. So blieb es bei einer Punkteteilung, über die sich Damberger trotz gemischter Gefühle insgesamt freuen konnte.

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Die Partie begann eng, vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Klare Chancen blieben zunächst Mangelware, zur Pause stand es folgerichtig 0:0. „Meine Mannschaft hat insgesamt eine sehr gute spielerische Leistung gebracht“, betonte Rudolf Damberger danach. Nach dem Seitenwechsel arbeiteten die Gäste geduldig weiter, ohne die Balance nach hinten zu verlieren. „Zum Ende des Spiels waren wir dem Sieg näher als der Gegner“, sagte der Coach und verwies auf „einige sehr gute Chancen“, die ungenutzt blieben. Für Gesprächsstoff sorgte kurz vor Schluss eine Szene, die Damberger so einordnete: „Der Ball war im Neustifter Tor, aber der Schiedsrichter hat zuvor auf Foul entschieden. Das war schon strittig, insgesamt war die Spielleitung aber korrekt.“ Am Ende stand dennoch die Null – auf beiden Seiten.
Den Punkt in Neustift wertete Damberger vor allem als Lohn für die solide Arbeit gegen den Ball. „Wichtig war für uns, dass wir endlich wieder einmal zu null gespielt haben“, stellte er klar. Der Schlüssel dazu lag für ihn in der konsequenten Defensivleistung seiner Elf: „Wir haben defensiv relativ wenig zugelassen und insgesamt gut gespielt.“ Besonders hob er die Kontrolle über Neustifts Toptorjäger hervor: „Wir haben ihren Toptorjäger Patrick Fenzl sehr gut im Griff gehabt.“ Genau diese Stabilität bildete die Basis, um sich nach der Pause Feldvorteile zu erarbeiten. Was fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss: „Das einzige Manko ist die Chancenverwertung“, sagte Damberger, der mehrfach verheißungsvolle Situationen sah, in denen das 1:0 möglich gewesen wäre.
Die Rahmenbedingungen hatten es in sich. „Es war insgesamt ein sehr faires Spiel, obwohl es von der Tabellensituation her für beide sehr wichtig war“, so Damberger. Einmal gab es eine längere Unterbrechung wegen Hagels, doch beide Teams blieben konzentriert. Zusätzlich ordnete der Trainer die Punkteteilung mit Blick auf die Heimstärke des Gegners ein: „Wir haben gewusst, dass Neustift/Oberkappel sehr heimstark ist, sie haben daheim bisher nur einmal verloren.“ Auch deshalb könne man mit dem Zähler gut leben – zumal es ein „Sechs-Punkte-Spiel gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn“ war. In der engen Tabelle liegen die Teams dicht beisammen. Der Auswärtszähler ist wichtig, der Auftrag für die kommenden Wochen ist klar: defensiv so stabil bleiben und vorne die Chancen konsequenter nützen.