In der 1. Klasse Nord hat Union Ganserlifte St.Peter die Saison auf Rang neun abgeschlossen, und genau so fällt auch die Einordnung von Sportlichem Leiter Thomas Pühringer aus: nicht schlecht, aber mit klaren Baustellen. Er spricht von starken Phasen und Rückschlägen, nennt die hohe Zahl an Gegentoren als Hauptthema für die kommende Arbeit und sieht mit dem Trainerwechsel zu Thomas Ganser den nächsten Schritt bereits vorbereitet.

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Der Rückblick von Thomas Pühringer fällt bewusst ausgewogen aus. „Wir hatten in der ganzen Meisterschaft einige Höhen und Tiefen, haben starke Leistungen gezeigt, mussten aber teilweise auch Rückschläge hinnehmen“, sagt der Sportliche Leiter. Genau dieses Bild spiegelt sich auch in den letzten Wochen der Saison wider. Auf ein 5:2 gegen Union Neufelden folgte ein 2:2 gegen SV Lichtenberg, danach gelang mit dem 2:1 gegen Union Nebelberg noch ein starker Erfolg gegen ein Spitzenteam. Zum Abschluss setzte es allerdings ein 1:4 gegen Ulrichsberg / Klaffer und ein 4:6 gegen SPG Walding/Rottenegg. Pühringer sieht darin kein Zufallsprodukt, sondern eine Linie, die sich durch die gesamte Spielzeit gezogen hat. Vor allem defensiv will er ansetzen: „Wir sind in der Liga unter denen, die am meisten Gegentore bekommen. Da müssen wir für die Zukunft ansetzen.“ Dass St.Peter mit 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld gelandet ist, ordnet er daher nicht als Endpunkt ein, sondern eher als Auftrag für die neue Saison.
Die größte Veränderung betrifft in St.Peter nicht den Kader, sondern die Besetzung an der Seitenlinie. „Die größte Änderung wird auf der Trainerposition sein. Wir gehen in die neue Saison mit einem neuen Trainer, Thomas Ganser“, sagt Pühringer. Gleichzeitig bleibt auch der bisherige Übergangstrainer im Verein. Laut Pühringer wird Simon Erlinger, der die Mannschaft in dieser Halbserie interimsmäßig betreut hat, wieder 1B-Trainer sein. „Ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Trainerteam aufgestellt haben für die kommende Saison.“ Im Kader selbst stehen ebenfalls Änderungen an. Verlassen werden den Verein laut Pühringer der zweite Tormann Philip Luksch, Offensivspieler Nedzad Majdancic und Stürmer Alex Trenkwitz. Dazu sollen zwei Spieler aus Leihen zurückkehren. Außerdem kündigt der Sportliche Leiter noch weitere Schritte an: St.Peter will sich auf der Tormannposition und im Offensivbereich zusätzlich verstärken. Viel ist also schon klar, aber noch nicht alles abgeschlossen.
Was Pühringer in seinen Aussagen immer wieder betont, ist der mannschaftliche Gedanke. Einen einzelnen Spieler wollte er ausdrücklich nicht herausheben. „Bei uns steht die Mannschaft im Vordergrund. Da sticht keiner heraus“, sagt er und verweist damit auf einen Punkt, der im Verein als Basis für die nächste Saison gesehen wird. „Der Zusammenhalt ist aktuell sehr gut, darauf möchten wir aufbauen.“ Auch personell startet St.Peter mit guten Voraussetzungen in die Vorbereitung, denn laut Pühringer kann der Verein „aktuell aus dem Vollen schöpfen“. Verletzte gibt es derzeit keine. Der Blick geht also klar nach vorne. Dass er nebenbei Union Nebelberg als jene Mannschaft nennt, die ihn in den vergangenen Monaten am meisten beeindruckt hat, passt ins Bild seiner nüchternen Analyse. Er gratuliert dem Ligakonkurrenten zur starken Saison, während in St.Peter der Fokus auf den eigenen Hausaufgaben liegt: weniger Gegentore, ein neu formiertes Trainerteam und ein Kader, der gezielt ergänzt werden soll.