Platz fünf in der 1. Klasse Nord, dazu der Vizemeistertitel der 1b: Bei der Union AVIVA Waldmark St. Stefan fällt die Bilanz nach der abgelaufenen Saison so gut aus wie schon lange nicht. „Wir sind insgesamt sehr, sehr zufrieden“, sagt Trainer Rudolf Damberger im Gespräch mit Ligaportal. Der vorzeitig fixierte Klassenerhalt und ein starker Schlussspurt sind besonders hervorzuheben.

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Dass die Steffinger auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken, macht Damberger an mehreren Punkten fest. Die Kampfmannschaft beendete die Saison auf Rang fünf, die 1b wurde Vizemeister. Vor allem die Platzierung der Kampfmannschaft hebt der Trainer hervor, weil der Verein seit dem Wiederaufstieg noch nie besser abgeschnitten hatte. Dazu kommt eine Serie, die den guten Eindruck noch verstärkte: „Die letzten sechs Partien sind wir ungeschlagen geblieben.“
Entscheidend war für die Mühlviertler vor allem, dass das ursprüngliche Ziel nicht erst im Schlussspurt, sondern früh genug erreicht wurde. „Unser eigentliches Saisonziel, der Ligaerhalt, war vorzeitig geschafft“, sagt Damberger. Genau das macht für ihn den Wert der Saison aus. Statt lange nach unten schauen zu müssen, konnte die Mannschaft die Runde mit Ruhe und einem starken Finish abschließen. „Insofern war das eine sehr erfolgreiche und zufriedenstellende Saison.“
Die auffälligste Veränderung im Sommer gab es im Tor. Stammtorhüter Sandro Hartl verließ den Verein und wechselte zu Landesligist Rohrbach-Berg. Für Waldmark St. Stefan ist das sportlich ein Verlust, zumal Damberger keinen Zweifel an den Qualitäten des Schlussmannes lässt. Die Nachfolge soll aber aus den eigenen Reihen kommen: Jonas Madlmayr rückt aus der 1b in die Kampfmannschaft auf und wird dort die neue Nummer eins. „Er hat letztes Jahr einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir mit der 1b Vizemeister geworden sind. Ich denke schon, dass er die Lücke schließen kann“, sagt der Trainer.
Weil Madlmayr nun hochgezogen wird, musste auch für die 1b nachgelegt werden. Mit Matteo Schietz kommt ein junger Tormann aus dem Nachwuchs der Union Vorderweißenbach. Auch auf der Betreuerbank der 1b gibt es eine Änderung: Harald Wöss legt eine Pause ein, Patrik Lindorfer übernimmt als Spielertrainer. Unterstützt wird er von Gregor Wolfmayr, Manfred Lindorfer und Fabian Anzinger. Darüber hinaus blieb der Kader weitgehend zusammen.
Ganz ohne personelle Sorgen läuft der Sommer dennoch nicht. Kevin Iglsböck fällt nach einem Wadenbeinbruch, den er sich im letzten Spiel der vergangenen Saison zuzog, rund zwei Monate aus. Fabio Kepplinger hat Knöchelprobleme, dazu kommen noch einige angeschlagene Spieler. Damberger hofft allerdings, dass ein Großteil davon bis zum Saisonstart wieder zur Verfügung steht.
Inhaltlich setzt der Trainer in der Vorbereitung auf die Basics. Zuerst gehe es darum, „die körperlichen Grundlagen zu legen“, dazu soll das Positionsspiel weiter verbessert werden. Der Anspruch ist also nicht, nach einer starken Saison alles neu zu erfinden, sondern das vorhandene Niveau in mehreren Bereichen zu schärfen und weiter zu verbessern.
Bei den Zielen bleibt Damberger trotz des guten Vorjahres bewusst nüchtern. „Die Liga ist traditionell sehr eng beisammen. Von daher hat oberste Priorität der Ligaerhalt.“ Im Idealfall soll das wieder früh gelingen, so wie in der vergangenen Saison. Dass St. Stefan diesen Weg ohne Legionäre und ohne bezahlte auswärtige Spieler geht, gehört für den Coach zum Selbstverständnis des Vereins. „Wir arbeiten nur mit eigenen Leuten“, sagt Damberger. Genau darin liegt auch die Linie für die kommende Saison: Kontinuität im Kader, interne Lösungen auf Schlüsselpositionen und der Anspruch, die Klasse erneut zu halten. Abschließend gratuliert der Trainer Bad Leonfelden 1b sowie der Union Nebelberg zum verdienten Aufstieg in die Bezirksliga.