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Union Rainbach/M.: „Wir wollen in der neuen Liga gut ankommen“

Union Rainbach i.M.

Nach dem knapp abgewendeten Abstieg in der 1. Klasse Nord-Ost steht die Union Pflasterbau Stern Rainbach vor einer Saison, in der Stabilität wichtiger ist als große Ansagen: In der 1. Klasse Nord wollen die Mühlviertler sportlich rasch Fuß fassen und sich im besten Fall im einstelligen Tabellenbereich etablieren. „Wir hatten in den letzten Jahren viele Abgänge, und diese zu kompensieren, war schwer für uns“, sagt Obmann Alexander Bayer im Gespräch mit Ligaportal. Die solide Rückrunde hat den Verein gerettet, nun soll die nächste Saison weniger zäh verlaufen.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Ein Frühjahr, das noch einmal die Kurve brachte

Die vergangene Spielzeit war in Rainbach vor allem von einem Thema geprägt: Der Verein musste den Verlust mehrerer Spieler aus den vergangenen Jahren auffangen. Bayer spricht das offen an und nennt das als Hauptgrund für das schwierige Abschneiden. Über weite Strecken fehlte dadurch jene Stabilität, die nötig ist, um sich aus den unteren Regionen fernzuhalten.

Dass es am Ende dennoch gereicht hat, führt Bayer auf die Entwicklung im Frühjahr zurück. „Wir haben dann aber eine solide Frühjahrssaison gespielt und konnten den Abstieg knapp noch verhindern.“ Diese Phase ist für Rainbach die entscheidende Erkenntnis aus der Vorsaison: Die Mannschaft konnte sich noch einmal aufrichten, gleichzeitig wurde aber auch klar, wie wenig Spielraum es in engen Phasen gibt, wenn personell Substanz fehlt.

Genau deshalb steht der Sommer weniger im Zeichen eines großen Umbruchs als vielmehr im Versuch, wieder mehr Halt in den Kader zu bringen. Die Union weiß, dass es in der neuen Saison früher zu ihrer Linie finden muss, um nicht erneut bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern zu müssen.

Punktuelle Änderungen im Kader

Die personellen Veränderungen fallen überschaubar aus, betreffen aber vor allem die Offensive. Stürmer Tobias Auer verlässt Rainbach in Richtung St. Oswald, Mittelfeldspieler Manuel Janko wechselt nach Hellmonsödt. Neu dazu kommt mit Borislav Simic ein erfahrener Innenverteidiger aus Königswiesen. In der Offensive gibt es einige junge Spieler im Kader, die in der letzten Saison erste Einsatzminuten sammeln durften und denen der nächste Schritt zugetraut wird.

Größere Sorgen als Verletzungen macht derzeit der Alltag neben dem Fußball. „Im Herbst werden aufgrund von Beruf und Hausbau einige Spieler immer wieder verhindert sein“, sagt Bayer. Medizinisch ist die Lage dafür entspannt: Verletzte oder längere Ausfälle haben die Rainbacher aktuell nicht zu beklagen. Auch im Trainerstab oder im Vereinsumfeld gibt es keine Änderungen.

Offensiv bleiben, körperlich zulegen

Inhaltlich will die Union Rainbach ihren Stil nicht über Bord werfen. „Wir wollen auf die Fortschritte aus dem Frühjahr aufbauen und uns spielerisch weiter entwickeln. "Aber natürlich darf auch die Fitness nicht zu kurz kommen, die es für erfolgreichen Fußball braucht“, betont Bayer. Deshalb stehen in der Vorbereitung bewusst viele Kraft- und Ausdauereinheiten auf dem Programm. Der Verein will also nicht nur spielerisch auffällig bleiben, sondern auch in jenen Bereichen zulegen, die in einer langen Saison oft über enge Spiele entscheiden.

Bei den Zielen formuliert der Obmann die Erwartung klar und ohne Umwege: „Die sportlichen Ziele sind, gut in der neuen Liga anzukommen und ein einstelliger Tabellenplatz.“ Nach der vergangenen Saison wäre das für Rainbach ein deutlicher Schritt. Es geht nicht darum, mit großen Ansagen aufzufallen, sondern die schwierige Balance der letzten Monate hinter sich zu lassen.

Der Liganeuling will weiterhin mutigen Fußball zeigen, zugleich aber widerstandsfähiger werden. Wenn die personellen Ausfälle im Rahmen bleiben und die Mannschaft schneller in ihren Rhythmus findet als zuletzt, könnte aus dem reinen Kampf ums Dranbleiben diesmal eine deutlich ruhigere Saison werden.