In der 1. Klasse Nord hat die Union Pflasterbau Stern Rainbach/N. am Freitagabend gegen AVIVA Waldmark St. Stefan mit 0:4 verloren. Für Trainer Rudolf Damberger lag der Schlüssel zum klaren Auswärtssieg nicht nur in der Effizienz vor dem Tor, sondern vor allem im Timing der Treffer. Zwei Tore kurz hintereinander früh in der Partie und zwei weitere direkt nach dem Seitenwechsel brachten die Gäste früh auf die Siegerstraße.

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Für St. Stefan begann der Abend genau so, wie es sich ein Auswärtsteam wünscht. In der 12. Minute nutzte Thomas Pührmayr ein Missverständnis in der Rainbacher Abwehr und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Nur eine Minute später legte St. Stefan bereits nach. Tobias Kitzmüller spielte den entscheidenden Pass, Thomas Hehenberger verwertete ihn mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:0. Damberger sprach danach von einem Auftakt, der seiner Mannschaft sehr in die Karten spielte. Ganz ruhig wurde die Partie damit aber nicht. Der Trainer schilderte, dass Rainbach nach dem 0:2 sofort reagierte und bis zur Pause viel Druck machte. Gerade deshalb maß er dieser Phase großes Gewicht bei: "Es war wichtig, dass wir nicht nach dem 2:0 noch vor der Halbzeit einen Anschlusstreffer kassieren." St. Stefan hielt dagegen und nahm die 2:0-Führung mit in die Kabine.
Das Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel zunächst kaum. Rainbach blieb engagiert, wollte zurück ins Spiel und kam laut Damberger vor allem über Philipp Auer immer wieder gefährlich nach vorne. Doch wieder schlug St. Stefan genau dann zu, als die Gastgeber am Drücker waren. In der 51. Minute stellte Hehenberger auf 3:0, erneut nach Vorarbeit von Tobias Kitzmüller. Damberger beschrieb die Szene als fast identisch zum zweiten Treffer: wieder der Pass, wieder Hehenberger, diesmal aus der Drehung unhaltbar. Sechs Minuten später fiel dann die endgültige Entscheidung. Andreas Prieschl gewann im Mittelfeld den Ball, zog allein auf den Torhüter zu und schloss überlegt zum 4:0 ab. Für den Trainer war damit klar, dass die Partie entschieden war. "Nach dem 0:4 war das Spiel entschieden", sagte Damberger, schob aber gleich nach, dass Rainbach trotzdem nie aufgab und bis zum Schluss um eine Ergebniskorrektur bemüht blieb. Gerade deshalb blieb für ihn ein Satz hängen: "Die Tore sind genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen."
So deutlich das Ergebnis am Ende ausfiel, Damberger ordnete den Abend dennoch nüchtern ein. "Der Sieg ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, war aber sicher nicht unverdient", meinte der Trainer. Besonders wichtig war ihm, dass seine Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison auch auswärts ohne Gegentor blieb. Genau darin sah er den eigentlichen Schlüssel. "Noch wichtiger war, dass wir sehr gut defensiv gestanden sind", sagte Damberger und hob vor allem die Arbeit seiner Abwehr hervor. Ein Sonderlob bekamen Michael Mayr und Daniel Mayer im Zentrum, dazu nannte er auch Simon Gaisbauer und Andreas Prieschl als Teil einer starken Viererkette. Ebenso bescheinigte er Torhüter Jonas Madlmayr eine gute Partie. Viel Anlass zur Kritik wollte der Coach nach einem 4:0 nicht suchen. "Mit einem 4:0-Auswärtssieg können wir sehr zufrieden sein", sagte er, auch wenn man den einen oder anderen Angriff noch sauberer hätte zu Ende spielen können. Dazu passte, dass Damberger auch den Gegner und den Spielrahmen respektvoll einordnete. Die Union Rainbach sei "ein sehr guter Gegner" gewesen, Schiedsrichter Hinterreither habe eine "tadellose, einwandfreie Leistung" gezeigt, und insgesamt sei es ein sehr faires Spiel gewesen. Für Waldmark St. Stefan geht es nun mit Rückenwind ins nächste Wochenende. Nach zwei Auswärtsspielen wartet wieder ein Heimspiel gegen Walding/Rottenegg, und Damberger machte klar, dass seine Mannschaft den Lauf nun auch daheim fortsetzen will.