In der 1. Klasse Nord hat sich die SPG Walding/Rottenegg am Freitagabend mit dem SV Gramastetten ein zähes, lange Zeit völlig offenes Spiel geliefert. Dass die Gäste am Ende mit 1:0 gewannen, lag aus ihrer Sicht weniger an klarer Überlegenheit als an einer geschlossenen Mannschaftsleistung, großem Kampfgeist und auch an jenem Quäntchen Glück, das Obmann Stefan Fischer nach dem späten Siegestor selbst ansprach.
Über weite Strecken entwickelte sich in Walding eine Partie, die genau das hielt, was das Ergebnis am Ende ausdrückt: Es war eng, es war umkämpft und es gab kaum Momente, in denen sich eine Mannschaft deutlich absetzen konnte. Schon zur Pause stand es 0:0, und diese torlose erste Hälfte passte laut Fischer gut zum Gesamtbild des Abends. „Es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel“, sagte der Gramastetten-Obmann nach dem Schlusspfiff. Vieles spielte sich im Gleichgewicht ab, klare Vorteile waren auf keiner Seite zu erkennen. Dazu kamen nur wenige Chancen, weshalb lange der Eindruck entstand, dass an diesem Abend wohl ein einziges Tor den Unterschied machen würde.
Genau deshalb legte Fischer den Schwerpunkt weniger auf einzelne Aktionen als auf das, was seine Mannschaft in solchen Spielen auf den Platz bringen muss. „Es war eine gute Teamleistung. Das Wichtigste war sicher der Kampfgeist, der sehr gut war“, sagte er. In einer Begegnung, in der kaum Räume aufgingen und in der beide Teams auf Augenhöhe unterwegs waren, bekam dieser Einsatz aus Sicht der Gäste besonderes Gewicht. Fischer sprach auch dem Gegner Respekt aus und machte deutlich, dass der knappe Ausgang für ihn keine Überraschung war. Walding/Rottenegg sei „immer ein schwieriger Gegner“, dazu eine „gute, junge Mannschaft“, und aus seiner Sicht „durchaus ebenbürtig“ gewesen.
Die Entscheidung fiel dann erst in der 89. Minute. Jonas Hütter erzielte das 1:0 für Gramastetten und brachte damit Bewegung in eine Partie, die bis dahin jederzeit auch anders hätte ausgehen können. Fischer formulierte es entsprechend offen: „Das hätte in jede Richtung kippen können.“ Umso mehr wog dieser späte Treffer, auch wenn der Obmann selbst einordnete, dass man „mit etwas Glück“ zum 1:0 gekommen sei. Für die kommenden Spiele nahm er dennoch mehr mit als nur das Ergebnis. Die Richtung stimme über den Einsatz, sagte Fischer sinngemäß, nun müsse seine Mannschaft „weiter so kämpfen“ und vor allem „die Torchancen besser verwerten“, damit enge Spiele künftig nicht erst in den letzten Minuten entschieden werden müssen.