In der 1. Klasse Nord hat die Union BIOHORT Neufelden gegen den SV Hellmonsödt mit 1:0 gewonnen und sich damit einen knappen, aber verdienten Erfolg erarbeitet. Früh ging Neufelden durch Peter Zoidl in Führung, danach blieb die Partie bis in die Nachspielzeit hinein offen. Für Sektionsleiter Andreas Höfler war nach dem Schlusspfiff vor allem eines ausschlaggebend: nicht die spielerische Überlegenheit, sondern die größere Kampfbereitschaft seiner Mannschaft.
Der Beginn gehörte nach Höflers Eindruck klar den Gastgebern. Neufelden kam besser in die Partie und belohnte sich schon in der achten Minute mit dem Führungstor. Peter Zoidl verwertete eine gute Kombination über die Seite, nahm den Ball laut Höfler stark an und schloss mit links ab, wobei der Ball noch leicht abgefälscht wurde. Mit diesem frühen 1:0 war das Spiel aber nicht erledigt. Im Gegenteil: Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurden die Gäste stärker und kamen zu Möglichkeiten auf den Ausgleich. Gerade deshalb maß Höfler der Phase vor der Pause große Bedeutung bei. „Der wichtigste Moment war, dass wir das 1:0 in die Pause retten konnten“, sagte der Neufeldner Funktionär. Für ihn war genau das der Punkt, an dem sich zeigte, dass seine Mannschaft an diesem Abend bereit war, dagegenzuhalten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Höfler zunächst in einem ähnlichen Muster. Hellmonsödt kam frischer aus der Kabine und war in dieser Phase präsenter, ohne dass Neufelden den Faden völlig verlor. Erst mit Fortdauer der zweiten Hälfte kippte das Spiel wieder etwas mehr in Richtung der Hausherren. Neufelden wurde stärker und hatte mehrere Möglichkeiten, um auf 2:0 oder sogar 3:0 zu stellen. Genau das gelang aber nicht, weil die Chancen ungenützt blieben. So musste die Mannschaft bis zum Ende aufmerksam bleiben. Die Gäste hatten erst in der Nachspielzeit ihre nach Höflers Worten „wirklich einzige große Chance“ auf den Ausgleich. Weil diese Möglichkeit ungenutzt blieb, brachte Neufelden den knappen Vorsprung über die Zeit. Höfler fasste die Leistung seiner Elf treffend zusammen: „Spielerisch war es nicht so toll, aber kämpferisch waren wir besser als die Gästemannschaft.“
Gerade in der Einordnung nach dem Schlusspfiff wurde deutlich, wie Höfler diesen Sieg verstanden wissen wollte. Er sprach dem SV Hellmonsödt ausdrücklich eine gute Leistung zu und meinte sogar, dass die Gäste spielerisch „vielleicht ein bisschen besser“ gewesen seien. Trotzdem sah er den Heimerfolg als gerecht an, weil die Union Neufelden bei Einstellung und gemeinsamer Arbeit die Nase vorne hatte. „Von Anfang an waren sie gut eingestellt. Die Einstellung, miteinander zu spielen und miteinander zu kämpfen, hat wirklich gut funktioniert“, sagte Höfler. Dazu hob er auch die Arbeit des Trainerduos hervor, das die junge Mannschaft Woche für Woche auf diese Art von Spielen vorbereite und auch bei den Wechseln gut reagiert habe. Passend zum Samstagabend hatte Höfler zudem an der Spielleitung nichts auszusetzen. Unter dem Strich blieb für Neufelden also kein glänzender, aber ein sauber erarbeiteter Sieg stehen.