In der 1. Klasse Nord hat sich die Union Ganserlifte St.Peter am Samstagnachmittag mit 5:2 gegen die Sportunion Reichenthal durchgesetzt. Michael Preinfalk machte den Ausschlag klar an der Anfangsphase fest: Der Aufsteiger startete mutig, lag nach 17 Minuten aber schon 0:3 zurück. Dass seine Mannschaft danach nicht auseinanderfiel und immer wieder Antworten fand, nahm der Sektionsleiter trotz der Niederlage als wichtigste Erkenntnis mit.

Foto von Chaos Soccer Gear auf Unsplash
Für Preinfalk war genau dieser Beginn der Punkt, an dem das Spiel aus seiner Sicht gekippt ist. „Wir sind eigentlich sehr mutig und gut ins Spiel hineingestartet, haben gleich zwei Offensivaktionen setzen können“, sagte er nach der Partie. Belohnt wurde Reichenthal dafür aber nicht. Stattdessen brachte Jiri Vlcek die Gastgeber in der 7. Minute in Führung, Paul Gahleitner legte in der 11. Minute nach und Stefan Berndorfer erhöhte in der 17. Minute bereits auf 3:0. „Sankt Peter hat dann gleich mit dem ersten Angriff das 1:0 erzielt“, sagte Preinfalk. Danach habe seine Mannschaft „große Probleme bekommen“, wirkte stark verunsichert und sei defensiv nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen. Dass zwei der frühen Gegentreffer aus seiner Sicht vermeidbar waren, sprach er ebenfalls klar an.
Wichtig war für den Reichenthaler Funktionär aber, dass sein Team nach diesem Fehlstart nicht völlig auseinandergebrochen ist. Filip Svec verkürzte in der 21. Minute auf 3:1 und sorgte damit dafür, dass die Gäste wieder besser in die Partie kamen. Preinfalk hob genau diese Reaktion später ausdrücklich hervor. „Sehr positiv ist, dass wir uns nach dem 0:3-Rückstand nicht aufgegeben haben und wieder besser hineingefunden haben“, sagte er. Ganz abschütteln ließ sich Reichenthal also nicht. Trotzdem ging St. Peter noch vor der Pause mit einem klaren Vorsprung in die Kabine, weil Alexander Kitzberger in der 29. Minute das 4:1 erzielte. Der Halbzeitstand passte damit zu jener Phase, in der die Gastgeber ihre Überlegenheit vorne sehr konsequent ausgespielt hatten.
Gerade deshalb fiel Preinfalks Einordnung des weiteren Verlaufs interessant aus. Trotz des klaren Rückstands sah er danach keine einseitige Angelegenheit mehr. „Für mich war es in der restlichen Spielzeit eigentlich eine sehr offene Partie“, sagte er. Reichenthal blieb also im Spiel und kam in der 77. Minute durch Paul Königsecker noch einmal auf 4:2 heran. Genau in diesen Phasen sah Preinfalk auch die verpasste Chance, das Match noch enger zu machen. „Bei 1:3 und 2:4 hatten wir jeweils 2 Riesenchancen auf den Anschlusstreffer“, sagte er. Dass Petro Bodnaruk in der 89. Minute noch das 5:2 nachlegte, setzte zwar den Schlusspunkt für St. Peter, änderte für Preinfalk aber nichts daran, dass seine Mannschaft nach dem frühen Rückstand ordentlich dagegengehalten hatte. Auch die Chancenauswertung sprach er offen an: „In Summe hätten wir in dem Spiel auch Chancen auf vier, fünf Tore gehabt.“
Am Ende ordnete Preinfalk die Niederlage nüchtern ein, ohne dabei nur auf die Fehler seiner Mannschaft zu schauen. „Am Ende hat sich die sehr gute individuelle Qualität des Tabellenführers durchgesetzt. Die Union St. Peter war vorne einfach sehr effizient und hat das Spiel verdient gewonnen, wenngleich das Ergebnis zu hoch ausfällt“, sagte er. Besonders die Offensive des Spitzenreiters habe den Unterschied ausgemacht. „Das ist offensiv eine sehr, sehr gute Mannschaft und individuell wahrscheinlich die stärkste in der Liga“, meinte der Sektionsleiter. Gleichzeitig wollte er seinem eigenen Team ausdrücklich Anerkennung geben. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe die Union Reichenthal „bis auf Konterchancen relativ wenig defensiv zugelassen“, die bei einer offensiven Ausrichtung gegen einen führenden Gegner eben entstehen können. Auch mit dem Unparteiischen war Preinfalk zufrieden und sprach von einer „sehr guten und unaufgeregten Leistung von Schiedsrichter Dimitrov“. Deshalb blieb trotz des 2:5 nicht nur Frust zurück. „Wenn wir so weitermachen, bin ich guter Dinge, dass wir in den nächsten Wochen unser Punktekonto erhöhen werden können“, sagte er.