In der 1. Klasse Nord hat die Union St. Veit/M. gegen AVIVA Waldmark St. Stefan mit 1:3 verloren. Für Trainer Rudolf Damberger lag der Schlüssel in der Disziplin seiner Mannschaft. Die Gäste hielten einem druckvollen Aufsteiger stand, überstanden schon früh einen Elfmeter gegen sich und entschieden eine lange offene Partie erst in der Schlussphase.

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Aus Sicht von Damberger begann die Partie mit viel Arbeit gegen den Ball, aber nicht mit einem einseitigen Bild. „In der ersten Halbzeit war es insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. St. Veit machte viel Druck, aber wir konnten uns immer wieder befreien“, sagte der Trainer der Gäste. Die erste wirklich heikle Szene kam dann in der 17. Minute. Torwart Jonas Madlmayr kam bei einer Abwehraktion im Strafraum zu spät, St. Veit bekam folgerichtig Elfmeter und damit die große Chance auf die Führung. Für St. Stefan wurde genau dieser Moment zu einem ganz wichtigen. „Zum Glück konnte Jonas den Strafstoß aus dem Eck fischen und so blieb es beim 0:0“, schilderte Damberger. Statt früh in Rückstand zu geraten, blieb seine Mannschaft damit im Spiel und konnte die Partie weiter offenhalten.
Nach dieser überstandenen Szene fand St. Stefan auch nach vorne den entscheidenden Moment. In der 33. Minute spielte Thomas Hehenberger einen Steckpass auf Leon Gaisbauer, der im Strafraum nur noch durch ein Foul gebremst werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christian Mayr sicher zum 0:1. Damberger sprach sogar von einer „Duplizität der Ereignisse“, weil nach dem Strafstoß auf der einen Seite nun auch seine Mannschaft vom Punkt zuschlug. Lange hielt die Führung vor der Pause aber nicht. „Leider haben wir dann zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause den Ausgleich bekommen“, sagte der Trainer. Jakub Rosulek setzte sich im Strafraum durch und traf noch vor dem Seitenwechsel zum 1:1. Damit ging es mit einem Spielstand in die Kabinen, der den Verlauf der ersten Hälfte ziemlich genau abbildete.
Auch nach der Pause blieb die Partie laut Damberger lange ohne klaren Vorteil für eine Mannschaft. „Die zweite Halbzeit war lange komplett offen bis zur 81. Minute“, sagte er. Dann gelang den Gästen der Angriff, der das Spiel in ihre Richtung kippte. Wieder war Thomas Hehenberger beteiligt, diesmal mit dem Pass auf Tobias Kitzmüller. Der legte quer auf Leon Gaisbauer, der aus kurzer Entfernung zum 1:2 einschob. Für Damberger war der Torschütze einer der entscheidenden Spieler des Nachmittags: „Für mich war Leon heute ein bisschen der Man of the Match. Er hat eine prima Leistung gezeigt, den Elfmeter herausgeholt und das 2:1 gemacht.“ In der 90. Minute folgte dann das 1:3. Nach einem missglückten Abwehrversuch der Gastgeber kam der Ball zu Tobias Kitzmüller, der aus rund 16 Metern abzog und über den Innenpfosten traf. Eine endgültige Beruhigung war das wegen der langen Nachspielzeit zwar noch nicht, Luft verschaffte dieser Treffer den Gästen aber allemal.
Weil es danach noch neun Minuten Nachspielzeit gab, musste St. Stefan den Vorsprung erst sauber verteidigen. Die Union St. Veit gab sich laut Damberger selbst nach dem 1:3 nicht geschlagen, warf noch einmal alles nach vorne und suchte den Weg mit langen und hohen Bällen in den Strafraum. Aber im Zentrum räumten vor allem die beiden kopfballstarken Innennverteidiger Daniel Mayer und Michael Mayr immer wieder ab. „Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt. Ich bin stolz auf meine Jungs. Sie haben mit viel Einsatz, Leidenschaft und Kampf gegen die offensiv starken Gastgeber dagegengehalten“, sagte Damberger. Ein Sonderlob gab es für die Defensivarbeit insgesamt und speziell gegen die Angreifer Jakub Rosulek und Enis Karaman. Gleichzeitig zollte Damberger auch dem Gegner Respekt: „St. Veit hat nie aufgegeben, selbst nach dem 3:1.“ Dazu sprach er von einem fairen Spiel und Schiedsrichter Schilcher, der die Partie „sicher und souverän“ leitete. Für St. Stefan ist dieser Auswärtssieg ein starker Schritt nach vorne, die Gäste stehen nach sieben Runden bei 16 Punkten auf Platz zwei. St. Veit bleibt mit zehn Zählern im Mittelfeld. „Jetzt hoffe ich, dass wir den Schwung ins nächste Wochenende mitnehmen und endlich auch mal wieder einen Heimsieg einfahren können", meinte Damberger abschließend.