In der 1. Klasse Nord hat die Union St. Veit/M. am Freitagabend gegen die SPG Walding/Rottenegg einen 4:2-Auswärtssieg geholt. Ausschlaggebend waren aus Sicht von Trainer Manuel Fröhlich vor allem die beiden frühen Treffer, mit denen der Aufsteiger sofort auf Kurs kam. Weil Walding nach dem 3:1-Pausenstand aber noch einmal auf 2:3 herankam, blieb die Partie lange offen, ehe das 4:2 die Entscheidung brachte.

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St. Veit war von Beginn an das aktivere Team und setzte genau das um, was Fröhlich später als Grundlage des Erfolgs nannte. „Wir haben von Anfang an Druck aufgebaut und Walding früh attackiert“, sagte der Trainer. Aus diesem Zugriff heraus kamen die Gäste rasch zu ihren ersten Möglichkeiten und nutzten zwei Standards sehr konsequent. Jakub Rosulek brachte St. Veit in der 8. Minute mit 1:0 in Führung und legte nur vier Minuten später das 2:0 nach. Damit war die Richtung der Partie früh vorgegeben. Walding fand danach zwar besser ins Spiel und verkürzte in der 32. Minute durch Lorenz Weitmann, doch Fröhlich sah seine Mannschaft in dieser Phase dennoch klar im Vorteil. Noch vor der Pause stellte Enis Karaman auf 3:1, und genau deshalb sprach der Trainer auch von einer verdienten Führung: „Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel dominiert, deshalb war das zur Halbzeit auch verdient.“
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber deutlich. Fröhlich sagte offen, dass seine Mannschaft „die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten nicht wirklich ins Spiel gekommen“ sei. Vieles wurde nun verfahrener, die klare Kontrolle aus der Anfangsphase war weg, und Walding blieb mit seiner jungen, schnellen Mannschaft unangenehm. Genau so hatte Fröhlich den Gegner auch erwartet. „Man muss immer aufmerksam sein in der Defensive. Die Schnelligkeit hat uns auch das eine oder andere Mal Probleme bereitet“, sagte er. In der 61. Minute wurde die Partie dann tatsächlich wieder heiß, als Leonhard Haas auf 2:3 verkürzte. Fröhlich verwies dabei auf einen langen Ball, mit dem seine Mannschaft in der Defensive Probleme bekam. Einen Moment, in dem das Spiel endgültig auf die Seite von St. Veit gekippt sei, habe es für ihn deshalb nicht gegeben. „Nach dem 3:1 dachte ich, das Spiel ist entschieden, aber durch das 3:2 ist es dann doch noch einmal spannend geworden. Bis zum Schluss war eigentlich alles möglich“, meinte er. Walding brachte die Gäste in dieser Phase noch einmal in mehrere Drucksituationen, ehe Marco Puchmaier in der 85. Minute mit dem 4:2 endgültig den Deckel draufmachte.
Fröhlich hob nach dem Schlusspfiff vor allem hervor, dass seine Mannschaft zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten angenommen habe. „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich spielerisch gut gespielt, und in der zweiten Halbzeit haben wir dann den Kampf angenommen und zusammengehalten auf dem Platz“, sagte der Trainer. Gerade dieses Zusammenspiel aus Fußball und Einsatz gefiel ihm. „Jeder hat sein Bestes gegeben. Es waren konträre Halbzeiten, aber jede Halbzeit hatte etwas für sich, und ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft heute.“ Ganz ohne Auftrag für die nächsten Wochen ging er aber nicht vom Platz. „Im Ballbesitz müssen wir die Ruhe am Ball bewahren und Situationen besser ausspielen“, forderte Fröhlich. Gleichzeitig hatte er für die SPG Walding/Rottenegg viel Respekt übrig, nannte den Gegner „eine sehr junge Mannschaft“ und betonte, dass die Heimelf „wirklich kein schlechtes Spiel abgeliefert“ habe. Auch den Unparteiischen beurteilte er knapp und positiv: „Schiedsrichter Aliu hat ein sehr gutes Spiel abgelegt.“ Für die Union St. Veit stehen damit nach acht Runden nun 13 Punkte zu Buche, und der Auswärtssieg bringt nicht nur drei Zähler, sondern auch die Bestätigung, dass die Mannschaft über weite Strecken genau den Fußball gezeigt hat, den ihr Trainer sehen will.