Spielberichte

„Wir haben uns vom frühen Rückstand nicht beirren lassen“ – St. Stefan dreht gegen Reichenthal das Spiel

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Waldmark St. Stefan
Union Reichenthal

In der 1. Klasse Nord hat sich AVIVA Waldmark St. Stefan im Heimspiel gegen Sportunion Reichenthal mit 2:1 durchgesetzt. Für Trainer Rudolf Damberger war es ein „schwer erkämpfter Arbeitssieg“, der nach frühem Rückstand vor allem von Moral und zwei Standards getragen wurde. Dass seine Mannschaft die Partie noch vor der Pause drehte, war für ihn der entscheidende Punkt in einem Spiel, das bis zum Schluss offen blieb.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag, dann die Wende vor der Pause

Der Nachmittag begann für die Gastgeber alles andere als nach Wunsch. Schon in der 14. Minute geriet St. Stefan in Rückstand, als Fabian Mülleder nach einem Konter für die Gäste zum 0:1 traf. Damberger schilderte genau diesen Start als unangenehm, stellte aber ebenso klar heraus, wie seine Mannschaft darauf reagierte. „Wir sind leider schon sehr früh in Rückstand geraten. Aber meine Mannschaft ließ sich da nicht großartig beirren und hat eine tolle Moral gezeigt“, sagte der Trainer. St. Stefan schüttelte sich kurz, kam wieder ins Spiel und schaffte es noch vor dem Seitenwechsel, die Partie komplett zu drehen. Zunächst fiel in der 22. Minute der Ausgleich: Nach einem Foul an Thomas Hehenberger im Strafraum trat Andreas Prieschl zum Elfmeter an und verwandelte laut Damberger „sicher“ zum 1:1. Kurz vor der Pause folgte dann auch noch das 2:1. Eine Ecke von Tobias Kitzmüller fand Christian Mayr, der per Kopf traf und damit die Wende perfekt machte.


Standards entscheiden, Chancen aus dem Spiel bleiben liegen

Dass beide Treffer aus ruhenden Bällen entstanden, war für Damberger kein Zufall, sondern auch ein Hinweis darauf, wie zäh diese Partie phasenweise war. Er verwies darauf, dass St. Stefan aus dem Spiel heraus schon vor der Pause Möglichkeiten hatte, diese aber nicht nutzen konnte. Konkret nannte er eine Großchance von Leon Gaisbauer und eine von Thomas Hehenberger. „Deshalb mussten zwei Standardsituationen her“, sagte er, und diese Formulierung beschreibt den Verlauf recht treffend. Während der Elfmeter von Prieschl den Rückstand reparierte, brachte die Ecke von Tobias Kitzmüller den Gastgebern die Führung. So war es kein Spiel, in dem sich St. Stefan eine Fülle klarer Torchancen erspielte und daraus zwangsläufig mehrere Treffer machte. Vielmehr war es ein Arbeitssieg im Wortsinn, bei dem die Gastgeber in den entscheidenden Szenen wach waren und ihre Standards nutzten. Gerade weil aus dem laufenden Spiel nicht alles gelang, bekamen diese beiden Aktionen besonderes Gewicht.

Zentrum dicht, vorne das 3:1 verpasst

Nach dem Seitenwechsel drängte Reichenthal laut Damberger auf den Ausgleich. Der Trainer bescheinigte dem Gegner dabei ausdrücklich eine gute Leistung und wollte den Sieg nicht auf einen schwachen Auftritt der Gäste reduzieren. „Reichenthal hat für mich spielerisch überzeugt und sie waren deutlich besser, als man angesichts des vorletzten Tabellenplatzes vermuten könnte“, sagte er. Gleichzeitig sah er aber auch klare Gründe dafür, warum seine Mannschaft die Führung verteidigen konnte. Ein Sonderlob sprach Damberger dem zentralen Mittelfeld mit Christian Mayr sowie Tobias und David Kitzmüller aus. „Sie haben die Räume gut schließen können, haben das Zentrum eng gemacht, sodass kein Durchkommen für den Gegner war“, erklärte der Coach. Genau darin lag aus seiner Sicht ein wesentlicher Punkt dieser Partie: Reichenthal war bemüht, kam aber kaum zu zwingenden Möglichkeiten. Wirklich ruhig wurde es für St. Stefan dennoch nicht. Der Grund dafür lag für Damberger klar auf der Hand. „Wir haben es versäumt, das 3:1 nachzulegen“, sagte er, und meinte damit mehrere vielversprechende Offensivaktionen, die seine Mannschaft nicht sauber zu Ende spielte. So blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein eng.

Erfolgserlebnis mit Wert – jetzt wartet Niederwaldkirchen

Am Ende stand für St. Stefan ein Sieg, den Damberger „alles in allem nicht unverdient“ nannte. Das war keine überschwängliche Jubelbotschaft, sondern eine nüchterne Einordnung eines Spiels, in dem seine Mannschaft nach Rückstand Charakter zeigte, sich die Führung erarbeitete und danach bis zum Abpfiff konzentriert bleiben musste. Auch die Spielleitung durch Schiedsrichter Jafari Rasul bewertete der Trainer positiv und sprach von einer „tadellosen und einwandfreien Spielleitung“. Für die kommenden Aufgaben nimmt Damberger vor allem das Erfolgserlebnis mit. Der Blick geht bereits nach vorne, denn mit Niederwaldkirchen wartet der Tabellenvierte. Damberger weiß, worauf es dort ankommen wird: „Ich hoffe schon, dass dieses Erfolgserlebnis uns das nötige Selbstvertrauen gibt.“ Gleichzeitig warnte er vor der Offensivkraft des nächsten Gegners und machte deutlich, dass St. Stefan dort nur dann etwas Zählbares mitnehmen wird, wenn die Defensive wieder ähnlich aufmerksam arbeitet wie in den entscheidenden Phasen gegen Reichenthal.

1. Klasse Nord: St. Stefan : Reichenthal - 2:1 (2:1)

  • 40
    Christian Mayr 2:1
  • 22
    Andreas Prieschl 1:1
  • 14
    Fabian Mülleder 0:1