Spielberichte

Nach jedem Ausgleich die richtige Antwort: Waldmark St. Stefan holt sich wilden 4:3-Sieg

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Niederwaldkirchen
Waldmark St. Stefan

In der 1. Klasse Nord hat die Union Ascendor Niederwaldkirchen gegen AVIVA Waldmark St. Stefan ein 3:4 aus Sicht der Gastgeber geliefert, das genauso eng war, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Die Gäste nahmen die drei Punkte mit, weil sie auf jeden Ausgleich sofort eine Antwort fanden. Trainer Rudolf Damberger sagte danach treffend: "Wir haben nach jedem Ausgleich die richtige Antwort gegeben."

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

St. Stefan legt zweimal vor, Niederwaldkirchen kommt zweimal zurück

Genau in diesem Rhythmus lief die Partie über weite Strecken auch ab. St. Stefan ging in der 14. Minute in Führung, als Leon Gaisbauer nach einem schönen Pass von Christian Mayr das 1:0 erzielte. Lange hielt diese Führung aber nicht, denn nur zwei Minuten später glich Edin Sarhatlic für Niederwaldkirchen zum 1:1 aus. Damberger sprach von einem Treffer nach einem Eckstoß "mit großer Windunterstützung" und machte damit klar, dass die Bedingungen ihren Anteil hatten. Seine Mannschaft ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen. In der 21. Minute stellte wieder Leon Gaisbauer auf 2:1, diesmal nach Vorarbeit von Tobias Kitzmüller. Kurz vor der Pause folgte allerdings der nächste Rückschlag, als Sarhatlic in der 43. Minute das 2:2 herstellte. Damberger bezeichnete diesen Ausgleich als glücklich für die Gastgeber, weil der Schuss eigentlich als Hereingabe gedacht war und durch einen eigenen Abwehrspieler ins Tor abgefälscht wurde. Mit dem 2:2 zur Pause war längst klar, dass das ein Nachmittag werden würde, an dem keine Mannschaft etwas geschenkt bekommt.


Auch nach drittem Ausgleich bleibt St. Stefan am Drücker

Was dem Trainer an seiner Mannschaft am besten gefiel, zeigte sich dann nach dem Seitenwechsel. St. Stefan kam gut aus der Kabine und ging in der 55. Minute erneut in Führung. Nach einem Eckball von Tobias Kitzmüller war Simon Enzenhofer zur Stelle und drückte den Ball zum 3:2 über die Linie. Wieder hielt der Vorsprung nicht lange, denn nur drei Minuten später schlug Niederwaldkirchen durch Sarhatlic noch einmal zurück und stellte durch einen Freistoß auf 3:3. Spätestens da war für Damberger klar, dass die Partie bis zum Ende offen bleiben würde. "Erst mit dem Schlusspfiff war der Sieg in trockenen Tüchern", sagte er. Entscheidend war dann die 63. Minute: Wieder brachte Tobias Kitzmüller einen Eckball zur Mitte, Thomas Hehenberger verlängerte am kurzen Pfosten, und Michael Mayr köpfte zum 4:3 ein. Damberger hob den Innenverteidiger danach besonders hervor: "Er zeigt, dass er als Innenverteidiger nicht nur ein guter Defensivkopfballspieler ist, sondern auch offensiv zur Stelle ist." Dieses Tor blieb am Ende der Siegtreffer, auch weil St. Stefan danach den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.

Diesmal gibt Offensive den Ausschlag

In seiner Einordnung zog Damberger vor allem einen Vergleich zu den vergangenen Wochen. "Zuletzt haben wir die Punkte durch unsere gute Defensivarbeit geholt. Heute waren für den Sieg die Offensivaktionen ausschlaggebend", sagte der Trainer. Das 4:3 passte also auch aus seiner Sicht genau zum Spiel. Zugleich verschwieg er nicht, dass noch mehr möglich gewesen wäre. "Wir haben noch mehr gute Aktionen nach vorne gehabt, die wir leider nicht zu weiteren Toren nützen konnten", meinte er. Den Sieg hielt er trotzdem für verdient, weil seine Mannschaft nach jedem der drei Ausgleichstreffer sofort wieder zulegen konnte. Gleichzeitig verteilte Damberger auch ein klares Lob an den Gegner. Die Union Niederwaldkirchen sei "sehr schwer zu schlagen", gerade weil die Mannschaft mit Edin Sarhatlic und Philipp Plakolb viel Wucht nach vorne habe und immer wieder zurückkomme. Auch sonst blieb der Trainer sachlich: Das Spiel sei hart umkämpft, aber jederzeit fair gewesen, und Schiedsrichter Rauter habe "eine gute Leistung gezeigt". Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht, denn schon nächste Woche wartet das Heimspiel gegen Hellmonsödt. Damberger erwartet eine unangenehme Aufgabe, weil der Gegner aus seiner Sicht stärker ist, als es der letzte Tabellenplatz vermuten lässt. "Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen müssen, wenn wir den nächsten Heimsieg einfahren wollen", sagte er.

1. Klasse Nord: Niederwaldkirchen : St. Stefan - 3:4 (2:2)

  • 63
    Michael Mayr 3:4
  • 58
    Edin Sarhatlic 3:3
  • 55
    Simon Enzenhofer 2:3
  • 43
    Edin Sarhatlic 2:2
  • 21
    Leon Gaisbauer 1:2
  • 16
    Edin Sarhatlic 1:1
  • 14
    Leon Gaisbauer 0:1