Spielberichte

„Man hat nicht gemerkt, dass wir einen Mann weniger sind“ – SV Gramastetten nimmt einen Punkt mit

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SV Hellmonsödt
SV Gramastetten

Im Keller-Duell der 1. Klasse Nord trennten sich der SV Hellmonsödt und der SV Gramastetten in der 9. Runde torlos. Viel Risiko wollten die Nachbarn am Ende der Tabelle nicht nehmen, nach der Pause mussten die Gäste ab der 49. Minute sogar in Unterzahl auskommen. Neo-Trainer Mario Krenmaier sprach dennoch von einem gerechten Remis und strich aus Gramastettner Sicht vor allem das dritte ungeschlagene Spiel in Folge heraus.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media


Vorsicht auf beiden Seiten schon vor der Pause spürbar

Dass in dieser Partie viel auf dem Spiel stand, war für Mario Krenmaier vom Anpfiff weg klar erkennbar. Der Gramastetten-Trainer sagte nach dem Schlusspfiff: „Das Spiel war ganz klar dem Tabellenstand geschuldet, ohne wirkliche große Highlights in der ersten Halbzeit.“ Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, echte Torgefahr blieb Mangelware. Krenmaier sprach von zwei Halbchancen auf Seiten seiner Mannschaft und einer Möglichkeit für Hellmonsödt, mehr sei vor der Pause aber nicht passiert. „Beide Mannschaften waren bedacht, kein Gegentor zu erhalten“, sagte er. Genau so las sich auch das 0:0 zur Pause: wenig Tempo, wenig Risiko und auf beiden Seiten der klare Gedanke, zuerst einmal sicher zu stehen. Der Gramastetten-Coach sprach in diesem Zusammenhang auch von einer Partie, deren Qualität „dem Tabellenstand angepasst“ gewesen sei, und meinte damit vor allem, dass sich über weite Strecken kein echter Spielfluss entwickeln konnte.

Rote Karte bringt Unterzahl, aber kaum Veränderung im Spiel

Kurz nach dem Seitenwechsel kam dann zumindest personell Bewegung hinein. Michal Kubec sah in der 49. Minute die Rote Karte, Gramastetten musste damit fast die gesamte zweite Halbzeit mit einem Mann weniger bestreiten. Krenmaier nannte die Szene „eine unnötige frühe rote Karte“ und bewertete sie sehr offen. „In unserer Situation ist das natürlich sehr unnötig, durch eine Undiszipliniertheit mit einem Mann weniger zu spielen“, sagte er. Gleichzeitig nahm er den Schiedsrichter ausdrücklich aus der Schusslinie. Laut Krenmaier habe der Unparteiische erklärt, es sei um eine Beleidigung eines Gegenspielers gegangen. „Ob man die gleich geben muss, sei dahingestellt, aber unterm Strich war das kein Fehler des Schiedsrichters, sondern einfach eine Dummheit von unserem eigenen Spieler“, meinte der Trainer. Auf den Verlauf der Partie hatte die Unterzahl aus seiner Sicht erstaunlich wenig Einfluss. „Man hat nicht gemerkt, dass wir einen Mann weniger sind“, sagte Krenmaier, weil auch danach eine chancenarme Begegnung zu sehen war, in der keine Mannschaft wirklich Druck aufbauen konnte.

Junger Tormann hält die Null fest, Punkt hilft Gästen mehr

Ganz ohne Schlusspunkt blieb die Begegnung dann aber doch nicht. In den letzten Aktionen kamen die Gastgeber noch zu zwei Großchancen, und genau dort lag für Krenmaier der entscheidende Moment des Samstagnachmittags. „Die entscheidendste Aktion war in der letzten Minute, als Tormann Mario Brandstetter eine Großchance von Hellmonsödt gehalten hat“, sagte er. Schon zuvor hatte er seinem jungen Schlussmann ein Sonderlob ausgesprochen, weil er „uns unterm Strich dann am Schluss das Null gerettet“ habe. Deshalb fiel das Gesamturteil des neuen Trainers auch klar aus. „Für mich ist es ein gerechtes Unentschieden“, meinte Krenmaier, auch wenn der SV Hellmonsödt am Ende noch die besseren Möglichkeiten hatte. Dass seine Mannschaft defensiv fast alles wegverteidigte, wertete er als klaren Pluspunkt: „Gut funktioniert hat, dass wir defensiv so gut wie nichts zugelassen haben.“ Weniger gut lief das Offensivspiel, das der Trainer mit der schwierigen Kadersituation und mehreren Langzeitverletzten erklärte. Trotzdem nahm er Positives mit. „Wir haben zu null gespielt, sind das dritte Mal in Folge ungeschlagen“, sagte Krenmaier. Dazu komme, dass die Stimmung trotz des Tabellenstands gut bleibe. Genau darauf will der SV Gramastetten nun aufbauen und die kleine Serie „bis in den Herbst hinein“ mitnehmen.