Spielberichte

„Die Tore zu den richtigen Momenten gemacht“: Union St. Veit/M. zieht aus sechs Gegentoren die richtigen Lehren

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Union St. Veit/M.
Union Reichenthal

In der 1. Klasse Nord hat die Union St. Veit/M. am Sonntagnachmittag im Duell zweier Aufsteiger mit 4:0 gegen die Sportunion Reichenthal gewonnen und damit eine klare Antwort auf die sechs Gegentore aus der Vorwoche gegeben. Trainer Manuel Fröhlich sah keinen einzelnen Knackpunkt, sondern vor allem eines: mehr Effizienz, bessere Abgeklärtheit und eine Mannschaft, die aus den letzten Runden sichtbar gelernt hat.

Fußballspieler in grünem Trikot mit einer Grätsche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, aber noch keine völlige Ruhe

Der Einstieg sprach mit dem 1:0 nach vier Minuten zwar sofort für die Gastgeber, ganz entspannt wurde der Nachmittag für St. Veit deswegen aber noch nicht. Fröhlich schilderte offen, dass bei seiner Mannschaft anfangs noch Unsicherheit dabei war. Nach sechs Gegentreffern in der Vorwoche sei das auch nur menschlich gewesen. Trotzdem nutzte St. Veit gleich die erste gute Aktion. Simon Rauöcker wurde freigespielt, ging noch an einem Gegenspieler vorbei und legte laut Fröhlich den „perfekten Stanglpass“ auf Jakub Rosulek, der nur noch einschieben musste. Damit war die Partie früh in die richtige Richtung gelenkt, auch wenn der Trainer ausdrücklich betonte, dass diese Führung noch keine große Ruhe ins eigene Spiel brachte.


Reichenthal hielt körperlich dagegen, St. Veit blieb effizient

Gerade in der ersten Halbzeit bekam St. Veit zu spüren, dass Reichenthal die Aufgabe aggressiv anging. Fröhlich beschrieb den Gegner als sehr körperbetont und gegen den Ball unangenehm. Vor allem im Mittelfeld versuchten die Gäste früh zu stören und den Rhythmus der Heimischen zu brechen. Ganz ohne brenzlige Szenen verlief diese Phase daher nicht. Reichenthal kam laut Fröhlich zu zwei wirklich guten Chancen und zudem zu einem Pfostentreffer. Besonders wichtig war aus Sicht des Trainers jener Moment, in dem der St. Veiter Schlussmann im Eins-gegen-eins das mögliche 1:1 verhinderte. „Das war wirklich wichtig“, sagte Fröhlich, weil genau diese Szene den Gästen den Ausgleich genommen habe. Stattdessen fiel in Minute 32 das 2:0 für St. Veit, begünstigt durch hohen Druck. Noah Weiss setzte einen Reichenthaler Mittelfeldspieler stark unter Stress, der Rückpass geriet zu lang und landete als Eigentor von Paul Königsecker im Netz. Mit diesem zweiten Treffer hatte St. Veit zwar noch nicht alles entschieden, aber die besseren Momente wieder klar auf seine Seite gezogen.

Tiefer gestanden und Räume eiskalt genutzt

Nach der Pause veränderte St. Veit seine Ausrichtung bewusst. Fröhlich erklärte, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit etwas tiefer stand und den Gegner eher herauslocken wollte. Der Hintergrund war klar: In den vergangenen Wochen hatte man zu hoch verteidigt und dadurch zu viele Gegentore bekommen. Diesmal zog der Trainerstab daraus die Konsequenzen, und genau das funktionierte. Reichenthal musste mehr riskieren, stand höher und öffnete Räume, die St. Veit im Umschalten sauber nutzte. Daniel Möstl bereitete dabei beide weiteren Treffer stark vor. In Minute 73 bediente er Simon Rauöcker, der vor dem Tor eiskalt blieb und auf 3:0 stellte. Kurz vor Schluss spielte Möstl erneut den entscheidenden Pass, diesmal auf Jakub Rosulek, der seinen zweiten Treffer des Nachmittags zum 4:0 nachlegte. Fröhlich gefiel dabei nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise. „Wir haben die Situationen dann super fertig gespielt, die wir im Konter bekommen haben“, sagte er. Genau darin sah er den Unterschied.

Abgeklärtheit als Antwort auf Vorwoche

Am Ende führte für Fröhlich alles auf zwei Begriffe zurück: Chancenverwertung und Effizienz. „Ganz klar an der Chancenauswertung und der Effizienz“, antwortete der Trainer auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Teams. Dazu kam aus seiner Sicht eine größere Abgeklärtheit, die sich vor allem nach der Pause zeigte. Die Union Reichenthal sei bemüht gewesen und habe versucht, Fußball zu spielen, doch die Union St. Veit habe über die vollen 90 Minuten den einen Tick mehr Qualität gehabt. Besonders zufrieden war Fröhlich damit, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte kaum eine wirklich klare Torchance zuließ und trotzdem selbst noch nachlegen konnte. So stand unter dem Strich nicht nur ein verdienter 4:0-Erfolg, sondern auch ein Auftritt, der nach den Problemen der letzten Runde wieder mehr Stabilität versprach. Für St. Veit war es damit ein Sieg, der weniger von Spektakel als von sauber gesetzten Treffern und einer klaren Lernkurve lebte.

1. Klasse Nord: St. Veit i.M. : Reichenthal - 4:0 (2:0)

  • 86
    Jakub Rosulek 4:0
  • 73
    Simon Rauöcker 3:0
  • 32
    Eigentor durch Paul Königsecker 2:0
  • 4
    Jakub Rosulek 1:0