Spielberichte

"Endlich wieder zu null" – Waldmark St. Stefan belohnt sich nach geduldigem Spiel mit knappem 1:0-Erfolg

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Waldmark St. Stefan
SV Hellmonsödt

In der 1. Klasse Nord hat sich AVIVA Waldmark St. Stefan gegen den SV Hellmonsödt mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Rudolf Damberger sah einen geduldigen Auftritt seiner Mannschaft, die sich nach einer torlosen ersten Hälfte direkt nach Wiederbeginn belohnte. Ausschlaggebend war für ihn vor allem, dass St. Stefan "endlich mal wieder zu null" blieb und dem noch sieglosen Tabellenletzten über weite Strecken kaum echte Möglichkeiten anbot.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Geduld gegen tief stehende Gäste

Dass es am Ende ein Arbeitssieg werden würde, zeichnete sich schon in den ersten 45 Minuten ab. Hellmonsödt war nach Einschätzung von Damberger sehr defensiv eingestellt und machte seinem Team das Leben damit schwer. Trotzdem hatte St. Stefan in dieser Phase bereits die besseren Möglichkeiten und war die Mannschaft, die mehr vom Spiel hatte. "Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei gute Chancen, um in Führung zu gehen", sagte der Trainer. Die beste Gelegenheit vor der Pause bot sich in der 35. Minute, als Leon Gaisbauer einen schlechten Rückpass erlief und es mit einem Heber gegen den Gästetorhüter Manuel Moser versuchte. "Leider ging sein Heber knapp drüber", so Damberger. Deshalb ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.


1:0 direkt nach Wiederbeginn und verpasste Vorentscheidung

In der Halbzeit nahm sich St. Stefan laut Damberger vor, "die Schlagzahl, das Tempo und den Druck zu erhöhen". Dieser Plan ging sofort auf. Schon in der 46. Minute setzte sich Simon Gaisbauer auf dem rechten Flügel durch, spielte den Ball nach innen und Thomas Pührmayr stand goldrichtig, um zum 1:0 einzuschieben. Diese Szene hat letztlich die Partie entschieden: "Dass es gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit geklappt hat, war umso schöner." Danach wurde das Spiel offener, weil Hellmonsödt mehr tun musste. Zwingende Torchancen sah der Coach bei den Gästen aber weiterhin kaum. Stattdessen hätte St. Stefan nachlegen können. Die beste Möglichkeit auf das 2:0 gab es in der 76. Minute, als Simon Gaisbauer den Ball schön am Torwart vorbeischlenzte, der Abschluss aber nur am Pfosten landete. Damit blieb die Partie bis zum Ende eng.

Warum Coach Damberger Zu-Null-Spiel höher einordnet

Gerade weil es bei dem einen Tor blieb, maß Damberger dem Defensivverhalten seiner Mannschaft noch größere Bedeutung bei. "Ausschlaggebend war, dass wir endlich mal wieder zu null spielen konnten", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Besonders wichtig war ihm dabei, dass seine Spieler die Vorgaben in der Restverteidigung konsequent umsetzten. "Wir haben eigentlich fast die ganze Spielzeit maximal Halbchancen für den Gegner zugelassen", erklärte er. Aus dem Spiel heraus habe Hellmonsödt "keine Großchance" gehabt. Gleichzeitig verschwieg Damberger nicht, dass ihn das verpasste 2:0 störte. Bei einem 1:0, so seine klare Einschätzung, könne immer eine unglückliche Aktion reichen und plötzlich stehe es 1:1. Umso größer war die Erleichterung, als in der 94. Minute abgepfiffen wurde und der knappe Heimsieg feststand.

Respekt für Gegner und Blick nach vorne

Damberger verteilte nach dem Spiel nicht nur Lob an die eigene Mannschaft, sondern auch an den Gegner. Der SV Hellmonsödt sei "defensiv gut organisiert" gewesen und habe Waldmark St. Stefan "wirklich alles abverlangt". Auch mit der Spielleitung war der Trainer zufrieden. "Mir gefällt das immer sehr, wenn der Schiedsrichter einen gewissen Spielfluss aufkommen lässt", sagte er und stellte der Leistung von Referee Luckeneder insgesamt ein sehr gutes Zeugnis aus. Für St. Stefan war dieser Sieg deshalb mehr als nur ein weiteres 1:0: Die Mannschaft blieb geduldig, ließ hinten wenig zu und brachte die knappe Führung sauber über die Zeit. Nächste Woche wartet mit Ulrichsberg/Klaffer die nächste Aufgabe. Gegen diesen Gegner hat man laut Damberger "noch etwas gutzumachen, da sie uns in der letzten Saison gleich zweimal besiegt haben" und möchte diesmal "mindestens einen Punkt" mitnehmen.

1. Klasse Nord: St. Stefan : Hellmonsödt - 1:0 (0:0)

  • 46
    Thomas Pührmayr 1:0