Die Union Reichl Brot St. Marien kann in der 1. Klasse Ost auf eine insgesamt solide Hinrunde zurückblicken. Mit 21 Punkten überwinterte die Mannschaft von Trainer Philipp Eder auf Rang sechs der Tabelle und liegt damit im gesicherten Mittelfeld. Auch im Frühjahr will das Team wieder vorne mitmischen und sich möglichst im oberen Tabellendrittel etablieren.
Trainer Philipp Eder zeigt sich mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden. „Wir sind gut durch die Aufbauzeit gekommen“, erklärt er. Sowohl die Trainingsleistungen als auch die Ergebnisse seien – mit einer Ausnahme – im Großen und Ganzen in Ordnung gewesen. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung war ein viertägiges Trainingslager in Ungarn. Dort konnte die Mannschaft unter optimalen Bedingungen arbeiten. „Wir hatten strahlenden Sonnenschein und super Plätze“, berichtet Eder. Neben den Trainingseinheiten spielte auch der Teamgedanke eine große Rolle: „Für das Teambuilding war das natürlich perfekt.“
In den Testspielen gab es ein gemischtes Bild. Siege gegen die SPG Neue Heimat/Edelweiß 1b (2:0), Gurten 1b (2:1) und Pichling (3:1) standen Niederlagen gegen Kirchberg/Thening (0:2), Allhaming/Weißkirchen Juniors (0:1) sowie ein deutlicher Ausrutscher gegen Pichl (1:8) gegenüber. Dazu kam ein 1:1 gegen Kematen-Piberbach/Rohr.
Personell blieb es in St. Marien im Winter bewusst ruhig. Nach der guten Hinrunde sah der Verein keinen großen Handlungsbedarf. „Wir haben grundsätzlich nichts verändert, weil die Leistungen im Herbst gepasst haben“, erklärt Eder. Ein Thema bleibt allerdings weiterhin die Offensive. Stürmer Josip Trbara kämpft nach wie vor mit einer Verletzung, die ihn bereits im Herbst stark eingeschränkt hat. „Es schaut schon besser aus als im Herbst, aber es wird noch ein wenig dauern“, so Eder. Die Alternativen im Angriff hätten ihre Aufgaben in der Vorbereitung jedoch ordentlich erfüllt. Bester Torschütze der Hinrunde war Nikola Margeta mit sechs Treffern.
Sportlich möchte St. Marien im Frühjahr an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Das Ziel formuliert Eder klar: „Grundsätzlich wollen wir wieder in den Top fünf landen.“ Dabei geht es dem Trainer nicht nur um Punkte und Platzierungen. Wichtig ist ihm auch die langfristige Entwicklung der Mannschaft. „Wir wollen schauen, dass wir frühzeitig Klarheit im Kader haben und uns weiterentwickeln, damit wir auch für die nächste Saison gut aufgestellt sind.“
Der Auftakt ins Frühjahr hat es gleich in sich. St. Marien gastiert zunächst beim Aufstiegskandidaten Vorchdorf, ehe zuhause Waldneukirchen wartet. Eder hat den ersten Gegner zuletzt beobachtet. „Vorchdorf ist eine dynamische, körperlich starke Mannschaft, die laufstark ist und einen klaren Spielaufbau hat“, beschreibt er den kommenden Gegner. Trotz der schwierigen Aufgabe reist sein Team nicht ohne Ambitionen an: „Wir wollen dort nicht nur hinfahren und dabei sein – wir wollen ihnen alles abverlangen.“ Den zweiten Gegner Waldneukirchen könne Eder noch nicht genau einschätzen. „Die hatten im Winter einen Trainerwechsel, da weiß man nie genau, wie sich das auf die Mannschaft auswirkt und wie sie dann auftreten.“
Auch wenn Hofkirchen, Vorchdorf und Sierning den Aufstiegskampf „wohl unter sich ausmachen werden“, will sich St. Marien so lange wie möglich im oberen Tabellendrittel behaupten. Voraussetzung dafür ist ein guter Start ins Frühjahr – und die Bestätigung der soliden Leistungen aus dem Herbst.